Dienstag, 22. Dezember 2009

Fußballiteratur

Christoph Biermann
Die Fußball Matrix
Auf der Suche nach dem perfekten Spiel
Kiepenheuer&Witsch
2009

John Wesson
Fußball - Wissenschaft mit Kick
Von der Physik fliegender Bälle und der Statistik des Spielausgangs
Spektrum
2006

Gabriele Klein, Michael Meuser (Hg.)
Ernste Spiele
Zur politischen Soziologie des Fußballs
transcript Materialitäten 6
2008

Ken Bray
Wie man richtig Tore schießt
Die geheimen Gesetze des Fußballs
Pendo

Harald Irnberger
Die Mannschaft ohne Eigenschaften
Fußball im Netz der Globalisierung
Otto Müller Verlag
2005

Oliver Noelle
Das kleine Lexikon der Fußballrekorde
Knaur
2006

Andrei S. Markovits und Steven L. Hellerman
Im Abseits
Fußball in der amerikanischen Sportkultur
2002

Donnerstag, 17. Dezember 2009

EUROPA-League 6. Runde

Die Resultate von Rapid und der anderen österreichischen Vereine in der heurigen Saison bringen für Rapid 3.3 Punkte in der UEFA-5-Jahres-Wertung.

Das Unentschieden gegen Celtic (und die Siege von Salzburg und Graz anteilig) erhöhen unser Punktekonto auf 11.865 Punkte (am Beginn dieser Saison hatten wir 8.565 Punkte). Geringfügige Zuwächse am Punktekonto sind nur noch bei eventuellen Siegen der Salzburger in der KO-Phase zu erwarten, von denen jeder österreichische Teilnehmer mit 20% profitiert, die aber durch die 5-Jahres-Mittelung weiter verdünnt werden.

Im Landesranking ist Österreich von Platz 20 auf Platz 19 vorgerückt. Damit aber der Tabellenzweite in der Europa-League eine Qualirunde später einsteigen kann, benötigt es Platz 18. Dazu müssten wir die Tschechen überholen, die diesen Platz derzeit belegen. Zwar sind bereits alle tschechischen Vereine ausgeschieden und können deren Punktekonto nicht mehr erhöhen aber leider ist für Österreich nur mehr Salzburg im Rennen um die Punkte, und der Abstand ist mit 2.6 Punkten noch sehr groß.

Für das kommende Qualifikationsjahr ergibt sich für Rapid daher noch keine Verbesserung (wenn man die heurigen Punkteverhältnisse zum Vergleich heranzieht). Rapid bleibt in der Europa-League nur die erste von vier Qualifikationsrunden erspart und ist nur in Q2 und Q3 gesetzt. In der vierten Runde muss man wieder mit einem starken Gegner rechnen, bei der Gruppenauslosung wird man wieder aus Topf 4 gezogen.

Nur, wenn Rapid im kommenden Jahr eine ähnlich gute Leistung bringt, könnte man für das Jahr 2011 damit rechnen, eine Qualirunde in der EUROPA-League einzusparen und darüber hinaus in der vierten Qualirunde gesetzt zu sein.

Hier die Zahlen im Detail. Die Werte in Klammer sind die jeweils vorangegangenen Runden.

Clubranking Rapid

(+) 2009/10
Platz Rapid: 60
12 Salzburg - 60 Rapid - 69 Sturm - 75 Austria
Punkte Rapid: 5.825 (4.575 (4.475 (4.375 (4.2250 (2.975)))))

(+) 2009/10 - 2005/06
Platz Rapid: 137 (146 (146 (146 (145 (155)))))
103 Salzburg - 108 Austria - 137 Rapid - 178 Sturm
Punkte Rapid: 11.865 (10.615 (10.415 (10.265 (9.015 (8.565))))

Landesranking Österreich

(+) 2009/10
Platz: 6 (6 (6 (3 (3 (3))))): ES,I, D, ENG,F, A...
Punkte gesamt: 36.5 (31.5 (29.5 (27.5 (24.5 (19.5)))))
Punkte pro Team: 9.125 (7.875 (7,375 (6.875 (6.125 (4.875)))))

(+) 2009/10 - 2005/06
Platz: 19 (20 (20 (22 (20 (20)))))
Punkte: 19.325 (18.075 (17.575 (17.075 (16.325))))
Punktenachbarn: BUL (0) 22.0 CZ (0) 21.975 Austria (1) 19.325 ISR (1) 18.625 CYP (0) 17.999 NOR 17.4

Leider benötigen wir für die oben angeführte Prognose für eine Verbesserung bei der Einstufung 2011 mehr als nur die Punktezahl des heurigen Jahres und zwar weil im nächsten Jahr die Saison 2005/06 mit 3.65 Punkten aus der Wertung fällt. Hier die Zahlen:

2005/06: 3.6500
2006/07: 0.3000
2007/08: 1.6400
2008/09: 0.4500
2009/10: 5.8250
Gesamt daher: 11.865

Wenn daher im kommenden Jahr gar keine Punkte dazu kommen sollten, reduziert sich der Punktestand auf 8,215 (11.865-3.65). Wenn wir aber annehmen, dass wir in zwei Qualirunden wieder die Gruppenphase der CL erreichen, bekommen wir dafür ca. 2.5 Punkte (gerechnet wurden zwei Siege (2 P) ein Unentschieden (0.5 P) und einen Niederlage (0 P)) Dazu kommen 2 Punkte für das Erreichen der Gruppenphase in der CL, das wären insgesamt 4.5 Punkte, d.h. wir würden im nächsten Jahr auf dem Punktekonto von 11..12 stehen bleiben.

Freitag, 4. Dezember 2009

EUROPA-League 5. Runde

Folgewirkung der fünften Runde

Trotz Niederlage verbessern sich in der fünften Runde unsere diversen Koeffizienten dank des Salzburg-Sieges.

(+) Landeskoeffizient 2009/10
31.5 (29.5 (27.5 (24.5 (19.5))))

(+) Landeskoeffizient pro Team 2009/10
7.875 (7,375 (6.875 (6.125 (4.875))))

(~) Ranking des Landeskoeffizienten
6 (6 (3 (3 (3)))): ES, ENG, DE, I, F, A...

(+) Teamkoeffizient RAPID
4.575 (4.475 (4.375 (4.2250 (2.975))))

(+) Teamranking Punkte (letzte 5 Jahre)
10.615 (10.415 (10.265 (9.015)))

(~) Teamranking Platz (letzte 5 Jahre)
146 (146 (146 (145 (155))))

105 Salzburg
105 Austria
146 Rapid
188 Sturm

(~) Landesranking Platz (letzte 5 Jahre)
20 (20 (22 (20)))

(+) Landesranking Punkte (letzte 5 Jahre)
18.075 (17.575 (17.075 (16.325)))

BUL (2) 21.5 ISR (2) 18.125 AUT (4) 18.075 CYP (1) 17.749 NOR 17.4

Im Landesranking gibt es noch Chancen, Israel zu überholen, da wir noch 4 Chancen auf Punkte haben, Israel dagegen nur mehr 2.

Ranking der österreichischen Clubs (letzte 5 Jahre)

12 Salzburg
64 Rapid
71 Austria, Sturm

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Am Vorabend der Entscheidungsschlacht

Heute Abend steigt das alles (vor)entscheidende Spiel HSV-Rapid in Hamburg. Verliert Rapid, sind alle Aufstiegschancen dahin. Bei einem Sieg schaut aber die Welt wieder ganz anders aus.

Natürlich hängt die letzte Runde auch noch vom Ausgang der heutigen Begegnung zwischen Celtic und Hapoel ab aber man kann annehmen, dass die Israelis in Schottland nichts anbrennen lassen werden.

Würde aber Hapoel in Glasgow verlieren, könnten beide, Rapid und HSV mit einem Sieg in der letzten Runde die Israelis noch abfangen.

Ein spannender Fernsehabend!

Mein Tipp: ein Unentschieden, ein Sieg, wäre natürlich perfekt.

Montag, 23. November 2009

Wettskandal, na und?

Der aktuelle Wettskandal sollte Anlass genug sein, sich grundsätzlich zu überlegen, wie solche Manipulationen ablaufen. Das heutige Interview von Minister Darabos, war wiedereinmal von kompletter Unkenntnis der Sachlage geprägt; sinngemäß hat er gemeint, "involvierte Vereine müssten aus dem Spielbetrieb ausgeschlossen werden"; so als ob ein Verein als solcher ein Spiel manipulieren könnte; das können nur einzelne Spieler.

Wir, die Zuschauer, sind enttäuscht, wenn unsere Helden in den Verdacht kommen, dass der Spielverlauf nicht vom Siegeswillen sondern vom Gegenteil geprägt ist und man fragt sich, welche Möglichkeiten der Zuschauer hat, solche Machenschaften auch ohne Kenntnis der Vorwarnsysteme der Wettbüros erkennen zu können.

Was weiß man?

  • man kann gewollt verlieren aber nicht gewollt gewinnen
  • der Täter ist eher in den Reihen des Favoriten zu suchen, der eine Begegnung verliert
  • manipulierte Tore fallen früh
  • gesichert Wissen können wir als Zuschauer nicht, nur Indizien beobachten
  • Schiedsrichter können einen bestimmten Spielausgang begünstigen aber nicht erzwingen

Torfolge in einem Spiel

Fakt ist, dass die Torhäufigkeit im Laufe eines Spiels zunimmt. Am Anfang fallen weniger Tore, am Ende mehr. Der Mittelwert für 15 Minuten beträgt 16.7% der geschossenen Tore. (16.7*6=100%). Bei allen Spielen von Rapid seit 1911 gilt aber folgende Verteilung der Tore pro aufsteigende Viertelstunde: 14%-15%-15%-17%-18%-19%. (http://rapid.iam.at/statistics.aspx?id=goal&id1=statistics15 auf "relativ" umschalten). Das heißt, dass die Tore eher später fallen als früher.

Will ein einzelner Spieler einem Gegner einen Sieg ermöglichen, noch dazu einem schwächeren Gegner, dann kann er nicht davon ausgehen, dass dieser Gegner Torchancen am laufenden Band haben wird, eher das Gegenteil muss er annehmen. Daher muss ein Tormann oder Verteidiger, der ein Spiel in Richtung einer Niederlage der eigenen Mannschaft manipulieren will, den Gegner bei der allerersten Gelegenheit durchbrechen lassen, da er ja nicht weiß, ob das im Laufe des Spiels überhaupt noch einmal der Fall sein wird.

Theoretisch könnte auch ein Stürmer manipulieren, indem er einen Torschuss absichtlich neben das Tor setzt, doch dadurch hat die gegnerische Mannschaft noch lange nicht gewonnen.

Es sind wenige Spieler involviert: aus Gründen der leichteren Geheimhaltung und wegen der Einnahmenteilung.

Es geht um hohe Gewinne. Diese sind aber nur zu erzielen, wenn die Quoten günstig sind. Tendenziell wird daher der Außenseiter gewinnen, den die Verteidigung des stärkeren Gegners gewinnen lässt.

Indizien für ein manipuliertes Spiel sind daher
  • ein Sieg des Außenseiters; die spielstärkeren Mannschaften sind daher dafür eher anfällig als die spielschwachen.
  • ein Tor bei der ersten sich bietenden Gelegenheit
  • ein Fehler des Tormanns oder eines Verteidigers
  • wenn mehrere Tore fallen, müsste immer derselbe Spieler für das Tor verantwortlich zeichnen
Ein nicht-manipuliertes Tor kann natürlich ebenfalls früh fallen, wie zum Beispiel beim Freistoßtor von Hofmann gestern. Wie gesagt sind das nur Indizien aber keine Beweise.

Motivation 

Ganze Mannschaft beteiligt

Dass Partien mit einem Wunschergebnis möglich sind, wissen wir spätestens seit dem WM-Spiel zwischen Österreich und Deutschland bei der WM in Südamerika, welches 0:1 endete, ein Ergebnis, von dem beide Teams profitierten. Dieses Spiel war mit Sicherheit (und von beiden Mannschaften) manipuliert; man spielte zwar, aber nicht um zu gewinnen, sondern um sich den Aufstiegsplatz zu sichern und ein anderes Land dadurch zu eliminieren. Manipuliert wird, um eine bestimmte Tabellenreihung herbeizuführen. http://de.wikipedia.org/wiki/Nichtangriffspakt_von_Gij%C3%B3n

Ideelle Gründe

Eine Begegnung im Vorjahr zwischen Rapid und Mattersburg ergab einen Außenseitersieg von Mattersburg. Das allein wäre noch nicht überraschend, war das Ergebnis doch für Rapid ohne Bedeutung; es sicherte aber Mattersburg den vorletzten Ligaplatz. Auffällig daran war, dass bei allen drei Toren der Mattersburger der Rapid-Verteidiger Patocka beteiligt war, der noch dazu früher bei Mattersburg gespielt hat. Ein Indiz, kein Beweis. Und wenn es wahr wäre, dann fällt es vermutlich in die Kategorie der ideellen Manipulation - hoffe ich zumindest.

Manipulation mit Bereicherung

Der häufigste Fall aber dürften eben die Wetten sein. Eine Mannschaft ermöglicht einer anderen den Sieg, um Wettgewinne zu ermöglichen; Vorzugsweise die stärkere Mannschaft der schwächeren, wegen der Quoten, versteht sich. Am ehesten in Verdacht geraten der Tormann und die Verteidiger. Am wahrscheinlichsten ist, dass ein, höchstens zwei Spieler beteiligt sind.

Red Bull-Rapid 0:7

Indizien für eine solche Manipulation, aber nicht bei Rapid sondern bei Red Bull beim Spiel Red Bull-Rapid 0:7, da einige Zeit nach dem Spiel über hohe Einsätze auf einen Kantersieg von Red Bull berichtet wurde. Es wurde aber wegen gewisser Mängel bei den Aufzeichnungen zu spät bemerkt, so dass man dem Verdacht nicht nachgegangen ist. Außerdem haben in diesem Jahr viele Spieler RedBull verlassen - wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Und sie waren wegen des Geldes dort, nicht wegen eines Meistertitels, wie mir scheint. Man müsste einfach das ganze Spiel ganz genau analysieren und untersuchen, wie die Verteidiger agiert haben, denn als Rapid-Fan schaut man ja nicht unbedingt auf deren Aktionen. Aber auch in diesem Spiel sind die entscheidenden Tore relativ früh gefallen.

Rapid-Famagusta 1:3

Das erste und entscheidende Tor von Famagusta fiel aus dem ersten Schüsschen und der Tormann schien auf dem falschen Fuß zu stehen, jedenfalls hat er sich überhaupt nicht bewegt. Dieses Tor warf Rapid aus der Qualifikation. Ohne diesen Fehler wäre Famagusta nie aufgestiegen. Ein Indiz, nichts weiter. Allerdings müsste man jetzt, im Nachhinein auch das vorangegangene Auswärtsspiel noch einmal analysieren, ob diese dortigen Tore nicht etwa auch vermeidbar gewesen wären.

Von zentraler Bedeutung ist daher der Charakter der Spieler und wie es dem Management gelingt, die Spieler so auszuwählen, und wie es dem Trainer gelingt, den Teamgeist über den persönlichen Egoismus zu stellen. dass sie den Verlockungen des Geldes widerstehen können. Das Betriebsklima ist sicher ein mit entscheidender Faktor.

Eine Mannschaft, die oft gewinnt, wie zuletzt Rapid, ist frei von Manipulationsverdacht. Untersuchen muss man die verlorenen Spiele der Favoriten.

In der laufenden Saison hat Rapid gegen Sturm und Mattersburg verloren, und in beiden Spielen hatte der Schiedsrichter erheblichen Anteil. Weiters wurde als Außenseiter gegen Hamburg gewonnen aber alle Tore waren von großen Zufälligkeiten begleitet ohne sichtbaren Anteil eines Verteidigers oder Tormanns.

Es ist aber auch möglich, dass die Motivatoren in den laufenden Betrügereien ganz anders verlaufen, dass nämlich weniger der Spielausgang als sehr viel schwerer zu analysierenden dynamischen Wettangebote während des Spiels das Manipulationsziel sind. Aber das werden wir in den nächsten Tagen sicher erfahren.

Der Trick mit dem Einschleusen von Spielern ist natürlich eine neuerliche Herausforderung für das Management.

Freitag, 6. November 2009

..ganz Europa wird paniert

Rapid verliert im vierten Gruppenspiel gegen Hapoel 0:3.

"Rapid marschiert, Wien regiert, ganz Europa wird paniert." Das Banner beim ersten Gruppenspiel gegen den HSV hatte ungewollt etwas Prophetisches, denn noch ist der Spruch nicht falsch, denn Israel ist nur fußballpolitisch ein europäisches Land.

Überrascht über die Niederlage müssen wir aber nicht sein, denn das glatte Ausscheiden der Salzburger in der Champions-League gegen Maccabi hätte uns Warnung genug sein können (und viele haben auch gewarnt).

Klagen darüber, dass Spieler schlechter als sonst gespielt hätten, kann ich nicht. Ich fand, dass das Spiel - wenigstens der Beginn - eine fatale Ähnllichkeit mit dem HSV-Spiel hatte, nur halt in der umgekehrten Richtung. Denn beim Spiel gegen den HSV war das Freistoßtor von Steffen zum 1:0 ein bisschen abgelenkt - tragisch für den HSV, so wie das 0:1 gegen Hapoel - tragisch für Rapid. Das restliche Spiel gegen den HSV war eine Abwehrschlacht mit gut und glücklich abgeschlossenen Kontern. Und im Spiel gegen Hapoel übernahmen wir die undankbare Rolle des HSV.

Beobachtet man die Benotung der Spieler in manchen Postings und Zeitungen, dann ist es doch sonderbar, dass bei Niederlagen die Noten sich zwischen 3 und 5 bewegen, andernfalls zwischen 1 und 3. Ich glaube aber nicht an diese kollektiven Leistungsschwankungen. Dieselben Spieler bei einem Sieg einfach weniger bis gar nicht kritisiert, denn zum Kritisieren findet sich immer was. Sollte das morgige Spiel gegen den LASK gewonnen werden, dann werden die Noten gleich wieder um einige Punkte nach oben wandern. Doch es ist der Gegner, der die Noten macht und ein starker Gegner zeigt die Mängel deutlicher auf.

Unser eigentlicher Kontrahent heißt nun HSV und die Dramatik in unserer Gruppe ist, dass es bis zum letzten Spiel spannend sein kann.

EUROPA-League: Vierte Runde

Folgewirkung der vierten Runde

Trotz Niederlage verbessern sich in der dritten Runde unsere diversen Koeffizienten dank des Salzburg-Sieges.

(+) Landeskoeffizient 2009/10
29.5 (27.5 (24.5 (19.5)))

(+) Landeskoeffizient pro Team 2009/10
7,375 (6.875 (6.125 (4.875)))

(-) Ranking des Landeskoeffizienten
6 (3 (3 (3))): I, ES, ENG, DE, F, A...

(+) Teamkoeffizient RAPID
4.475 (4.375 (4.2250 (2.975)))

(+) Teamranking Punkte (letzte 5 Jahre)
10.415 (10.265 (9.015))

(~) Teamranking Platz
146 (146 (145 (155)))

(+) Landesranking 2010
20 (22 (20))

17.575 (17.075 (16.325))

Es ist nicht nicht alles verloren. Unser Gegenspieler heißt jetzt nicht Hapoel sondern HSV. Und das nächste Spiel gegen HSV ist jetzt unsere letzte Chance. Und bei einem Sieg sind wir wieder im Rennen.

Donnerstag, 5. November 2009

Was ist "Schicksal" Herr Pacult?

Peter Pacult verneint die Frage, ob denn das Spiel gegen Hapoel Tel Aviv ein "Schicksalsspiel" sei, und meint, die "Titanic", das wäre Schicksal" gewesen: http://www.sportnet.at/pacult_schicksal_war_die_titanic.urla (Dieser ursprüngliche Link wurde bereit gelöscht: 2011-09-01)

Nach meiner Interpretation des Begriffs "Schicksal" handelt es sich dabei um Zufälle, die jemanden persönlich betreffen. Es handelt sich nicht um geplante Handlungen, denn die meint man, in der Hand zu haben. Nein, es sind alle Ereignisse, deren Eintreffen für uns nicht voraussagbar ist und die auf unser Leben einen Einfluss haben. Positiv oder Negativ.

Die Titanic ist nur insofern unser Schicksal als wir diese Katastrophe als eine ständig vorhandene Mahnung vor eigener Selbstüberschätzung vor Augen haben. Aber unmittelbar betroffen und verändert wird unser Leben dadurch nicht. Die Titanic war Schicksal für die Menschen an Bord und deren Angehörige.

Hingegen ist das Ereignis heute Abend für alle Beteiligten in Österreich und Israel von größter Bedeutung. Es werden die Weichen gestellt, ob Rapid die Gruppenphase übersteht. Das Ergebnis ist nicht vorhersagbar (auch, wenn es einige, die zum Wetten neigen, erraten werden), allein wir wissen nicht, mit welchen Gefühlen wir heute Abend das Stadion verlassen. Aber egal, ob wir es als positiv oder negativ empfinden werden, Bier wird fließen und es wir gelacht und geweint werden, fragt sich nur auf welcher Seite.

Es ist ein Schicksalsspiel für Rapid.

Sonntag, 1. November 2009

Wie unparteiisch sind Unparteiische?

Das Spiel Rapid-Ried endete 1:0. Es gab bei einem Brutalo-Foul von Burgstaller an Jelavic nur eine Gelbe, für eine leichte Berührung des Rieder Verteidigers durch Gartler mit der Hand aber gleich Rot.

Wieder einmal werden Schiedsrichterfehlleistungen mehr diskutiert als das Geschehen im Spiel.

Fehler der Schiedsrichter wirken sich im Mittel nicht aus, es sei denn, es geht "um die Wurst", also um den entscheidenden Punkt. Gestern war das Glück trotz Schiedsrichterfehlleistung auf unserer Seite, in Graz und Mattersburg aber nicht.

Bei unseren Fahrten ins Fußball-Mutterland habe ich beobachtet, dass (subjektiv) weniger Fouls gepfiffen werden und dass die Schiedsrichter das Spiel besser im Griff haben. Vielleicht fallen sie nicht auf jedes Schauspiel herein, sodass es sich weniger lohnt, zu schauspielern. Kurz: die Qualität der Schiedsrichter kommt mir in England höher vor.

Die Schiedsrichterwerbeaktion www.schiri.at zeigt, dass man zu wenig InteressentInnen für dieses Amt hat. Und auch wenn die Aktion Wirkung zeigt, wied es Jahre dauern, bis die Talentierten unter den Bewerbern in die Bundesliga aufsteigen werden. Wir haben derzeit keine besseren als die Einwallers, Messners und Bruggers.

Eine objektivierte Betrachtung versucht http://wahretabelle.at/. Demnach wären heute die Gewinner durch Schiedsrichterfehlentscheidungen die Dosen und die Verlierer die VTKler.

Was wir nicht wissen, ob diese unerfreulichen Fehlentscheidungen nicht systematisch gegen den "Klassenprimus" ablaufen; sei es aus einem subjetiven Gerechtigkeitsempfinden der Schiedsrichter (bei einem Rapid-Heimspiel ja nicht den Eindruck erwecken, die Heimmanschaft zu bevorzugen, sich ja nicht vom Fan-Support beeinflussen zu lassen) oder aus einer gemeinsamen Präferenz der Schiedsrichter an sich (Verschwörungstheorie).

Die Frage ist daher: Wie unparteiisch sind Unparteiische?

Flugblatt zur Pyrotechnikgesetznovelle

Geändert am 2011-09-01 22:14 von Franz Fiala — Kategorisiert als: Fans, Rapid

AUSSENDUNG ZUR NOVELLIERUNG DES PYROTECHNIKGESETZES

Am 5.11.2009 trifft der Ausschuss für innere Angelegenheiten zusammen, um ein neues Pyrotechnikgesetz zu verabschieden. Die geplanten Änderungen zwingen uns dazu, öffentlich zu diesem Thema Stellung zu nehmen, da diese Novellierung alle aktiven Fans in Österreich unverhältnismäßig kriminalisiert und nicht im Geringsten auf die Wünsche oder wenigstens Erfahrungen der aktiven Szenen des Landes eingeht.

Das BMI argumentiert die Wichtigkeit dieses Gesetzes mit dem zunehmenden Missbrauch von Pyrotechnik in Fußballstadien, welcher zu zahlreichen Körperverletzungen geführt haben soll. Da im Block West seit Jahren auf kontrollierten und verantwortungsvollen Umgang mit Pyrotechnik Wert gelegt wird, ist dieses Vorgehen der Regierung ein Schlag ins Gesicht. Pyrotechnik ist ein fixer Bestandteil unserer Fankultur und sorgt nicht nur für optische Highlights, sondern trägt einen großen Teil zur hervorragenden Stimmung im Gerhard Hanappi Stadion bei. Es sorgt nicht nur für begeisterte Gesichter auf allen Tribünen, sondern ist seit langem Teil des Spektakels Stadionbesuch, welcher von Jung und Alt ohne Angst genossen werden kann. Jedoch distanzieren wir uns von der Verwendung so genannter "Böller", welche im Gegensatz zu den von uns eingesetzten optischen Mitteln nachweislich Schaden angerichtet haben.

Von Seiten der Medien und der Regierung werden Bengalische Feuer fälschlicher Weise fortwährend mit Gewalt assoziiert. Wir stehen Woche für Woche im Stadion und uns sind keinerlei Verletzungen von Besuchern des Block West oder von Besuchern anderer Kurven des Landes bekannt. Gegenteilige Äußerungen von Verantwortlichen des Innenministeriums sind uns unerklärlich und können daher nur als bewusste Manipulation der Tatsachen angesehen werden.

Desweiteren ist es sehr verwunderlich, dass das zu verabschiedende Gesetz nicht für andere Sportveranstaltungen (z.B. Skirennen) bzw. für Brauchtumsveranstaltungen (z.B. Krampusumzüge) gelten soll, und somit eine reine Lex Fußball darstellt. Außerdem halten wir die angedachten Freiheits- bzw. Geldstrafen für absolut übertrieben und unverhältnismäßig.

Wir fordern daher alle Verantwortlichen dazu auf, mit einer Legalisierung bzw.  Nichtkriminalisierung von Pyrotechnik in den Fankurven ein Ausleben unserer Leidenschaft zuzulassen. Die aktiven Szenen sind jederzeit bereit, selbst Verantwortung zu übernehmen, sodass kein Zuseher mit Verletzungen rechnen muss. 


LEGAL & KONTROLLIERT STATT ILLEGAL & KRIMINALISIERT!

Die aktiven Gruppen der West- und Osttribüne Ultras Rapid Block West 1988 Tornados Rapid 1996 Green Lions Green White Spirits Green White Angels Hütteldorfer Xindl Alte Garde Lords Rapid

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Peter Pacult 50

Aller Anfang ist schwer.

Pacult hat 13 Spiele gebraucht, um RAPID wieder auf die Siegerstraße zu führen. Von den ersten 13 Spielen wurde nur eines (Mattersburg H 4:1) gewonnen, alle anderen Heimspiele waren unentschieden, auswärts gab es 5 Niederlagen, darunter das Erstrunden-Aus im Cup gegen Vienna).

Vergleichen wir mit den letzten 13 nationalen Spielen, zählen wir 10 Siege, 2 Unentschieden und eine Niederlage (Sturm).

Das kann sich sehen lassen!

Alles Gute und vor allem wünschen wir Dir (und uns) einen Sieg heute Abend.

Toni Polster im Himmel










Dienstag, 27. Oktober 2009

Rassismus im Fußball

Die Bekämpfung von Rassismus ist ein zentrales Anliegen der internatonalen Fußballverbände UEFA und FIFA

Klare Kampfansage an Rassismus http://de.uefa.com/uefa/socialresponsibility/antiracism/index.html

Diese Aktion ist offenbar nötig, weil gerade in Fußballstadien immer wieder rassistische Äußerungen beobachtet werden. Diese Aktion erscheint als eine Art Erziehungsprojekt zur Zivilisierung der Fußballfans nachdem es der Familie und den Schulen offenbar nicht gelungen ist.

Aber ist nicht der Fußball selbst eine Art Lehrmeister für Rassismus? Ober umgekehrt: sollen nicht gerade vorhandene Aggressionen durch den Blitzableiter Fußball ausgelebt werden?

In England ist Antirassismus Bestandteil der Stadionordnung.



Tafel im "The Den" (Stadion von Millwall)

Diese Tafel steht aber in krassem Gegensatz zu Ausschreitungen, die 2009 bei einem Cup-Spiel zwischen Millwall und Westham mit Erschrecken beobachtet wurde. http://www.n-tv.de/sport/fussball/Klubs-drohen-harte-Strafen-article478826.html

Denn wer genau diese "Rasse" ist, gegen die sich die Emotionen richten, ist nicht immer und überall dasselbe. In Ungarn sind es eher Roma, in Österreich eher Moslems. Und hier in Wien waren es früher eher die Tschechen, jetzt eher die Türken. Und diese Rolle übernimmt beim Fußball der Gegner. Und gegen diesen Gegner richtet sich der kollektive Zorn. Eine durch das Areal des Stadions kontrolliere Energievernichtung. Leicht kann es bei so einem "Kochtopf" passieren, dass das Sicherheitsventil nicht funktioniert und sich die heiße Suppe über das Stadion hinaus ergießt.

Richtet sich daher die FIFA-Aktion gewissermaßen gegen das eigene Produkt, den Fußball?

Fußball ist kultivierter Rassismus. Fußballsport ist ein Ventil für Emotionen, die gesellschaftlich eigentlich geächtet sind. Wo sonst als im Fußballstadion kann ein Kontrahent derartig beschimpft werden, wie es in manchen Fangesängen geschieht. (Eventuell im Parlament, weil sich die Herren dort eine Immunität verordnen.) Daher ist Fußballsport aus meiner Sicht - übertrieben gesagt - kultivierter Rassismus, wobei der Gegner das virtuelle Feindbild abgibt. Aber eben nur im Stadion und nur den Fußball betreffend und mit keinerlei Bezügen zur Politik; anderswo kann ja auch mit einem violetten ein Bier trinken, denn der ist ja im Prinzip aus demselben Holz geschnitzt. Wenn dieser "Rassismus im Reagenzglas" dann und wann überkocht, ist das nicht ganz so verwunderlich, denn "Fußball ist mehr als nur ein Sport. Fußball ist Euphorie, Religion und Droge zugleich."

Montag, 26. Oktober 2009

Neuauflage des Mitropa Cups

Ich bin ein Sympathisant einer Neuauflage eines Mini-Mitropacup. Die Eishockey-Liga macht es ein bisschen vor, allerdings haben die keine internationalen Bewerbe zu bestreiten. Die Absicht dieses neuen Cups ist die Hebung des Spielniveaus, um den österreichischen Fußball bei internationalen Bewerben konkurrenzfähiger zu machen.

Variante I

Dieser "Mini"-Mitropacup hätte folgenden Ablauf:

Die teilnehmenden Länder bestimmen ihre internationalen Teilnehmer so wie bisher, allerdings mit einem früheren Meisterschaftsende.

Die einzelnen Ligen werden in der Größe so angepasst, dass die Meisterschaft März/April zu Ende ist und der nationale Meister feststeht (zum Beispiel zwei Runden einer 14er- oder 16er-Liga). Diese nationale Meisterschaft bestimmt, welche Vereine international spielen.

Danach absolvieren diese Mannschaften ein internationales Turnier, den Mini-Mitropacup. Der hat den Vorteil, dass die spielstärksten Mannschaften internationale Erfahrung sammeln können und auf ähnlich starke Teams treffen. Die beste Vorbereitung für die CL/EL. (Rapid hat heuer mit den beiden Spielen gegen Liverpool und Schalke auch einen gewissen Trainingsvorteil gehabt.)

Damit dieser Cup nicht nur ein reines Trainingsturnier bleibt, hat er auch eine Funktion, nämlich bestimmt er die Einreihung der Mannschaften in CL oder EL. Es kann daher sein, dass ein Land seinen CL-Platz bei diesem Tournier verliert oder auch einen dazugewinnt.

Gegenüber der UEFA-Einteilung ergibt sich keine Änderung, lediglich die für ein Land vorgesehenen Plätze werden je nach Ausgang des zusätzlichen Wettbewerbs eventuell von anderen Mannschaften belegt.

Nachteil eines solchen übernationalen Wettbewerbs ist, dass die nicht in den Spitzenrängen gelandeten Mannschaften geringere Einnahmen hätten.

Der Vorteil ist, dass man interessante internationale Spiele im Lande hat, auch dann, wenn eine österreichische Mannschaft nicht gerade in das Finale der europäischen Bewerbe vorgestoßen ist und, dass die Teilnehmer bei internationalen Bewerben bestens vorbereitet ins Rennen gehen.

Variante II

Eine zweite Variante eines solchen internationalen Cups wäre eine Internationalisierung der nationalen Cup-Bewerbe in einem kleinen Rahmen umliegender Länder:

Unser Cup (und wahrscheinlich auch der Cup der benachbarten Länder) ist nicht der attraktivste Bewerb.

Man könnte den Cup internationalisieren und ab Beginn oder ab einer bestimmten Runde die Teilnehmer aus mehreren Ländern rekrutieren. Durch eine Steuerung des Auslosungsverfahrens kann man erreichen, dass möglichst immer Mannschaften verschiedener Länder beteiligt sind.

Es spielt also in der ersten Runde nicht RAPID-Parndorf sondern etwa Krumlov-Rapid und Parndorf-Sparta Prag und wenn die nächste Begegnung dann zum Beispiel St-Veit-Young Boys Bern lauten würde, müssten die St-Veiter vielleicht sogar in das Klagenfurter Stadion ausweichen.

Nachteil sehe ich keinen besonderen, denn die Vergabe der Plätze in der Europa-Liga muss nicht unbedingt mit dem Cup gekoppelt sein.

Der Vorteil wäre die enorme Aufwertung des Cup-Bewerbs. Statt wenig interessanter und wenig besuchter Cup-Runden bekämen wir vielleicht das Gegenteil, nämlich volle Stadien.

Freitag, 23. Oktober 2009

Dritte Runde Europa Liga

Folgewirkung der dritten Runde

Trotz Niederlage verbessern sich in der dritten Runde unsere diversen Koeffizienten dank Salzburg und VTK. Im Landesranking verlieren wir zwei Plätze

(+) Landeskoeffizient 2009/10
27.5 (24.5 (19.5))

(+) Landeskoeffizient pro Team 2009/10
6.875 (6.125 (4.875))

(~) Ranking des Landeskoeffizienten
3 (3 (3)): ENG, ES, A, DE, ISR, F...

(+) Teamkoeffizient RAPID
0.2 * 6.125 + 2 (HSV) + 1 (Celtic) = 4.375 (4.2250 (2.975))

(+) Teamranking Punkte (letzte 5 Jahre)
10.415 (10.265 (9.015))

(-) Teamranking Platz
146 (145 (155)) gemeinsam mit den Dosen, VTK 101 (100)

(-) Landesranking 2010
22 (20)

17.075 (16.325)

Freitag, 2. Oktober 2009

Wie wird man Rapid-Fan?

Wenn ich an meinen eigenen "Weg zu RAPID" zurückdenke, dann war es tatsächlich ein Schritt-für-Schritt-Prozess. Aus einem Sympathisanten wurde ein gelegentlicher Besucher, ein Mitglied, ein Kurzabonnent für die Sommersaison auf der Nord und schließlich ein Dauergast bei möglichst vielen RAPID-Spielen und -Veranstaltungen und auch Mitglied bei einem der zahlreichen Fangruppierungen. Und auf jeder Stufe verweilt man einige Zeit, findet Gefallen oder eben nicht.

Man muss bedenken, dass Menschen ihre Freizeit anderswie einteilen müssen. Das geht nicht von einem Tag auf den anderen. Auch Menschen, die bisher ohne Terminkalender ganz gut (in den Tag hinein) gelebt haben, müssen umdenken. Man ist ja in der "Frei"zeit gar nicht mehr frei, sondern muss - so wie gestern - sogar den Kaiser, der in ORF1 läuft, aufzeichnen.

Diese Bindung an RAPID gelingt umso besser, je mehr dabei der Besucher in die RAPID-Gemeinschaft integriert ist, also beispielsweise Mitglied eines Fanclubs ist oder - so wie ich - einige Jugendliche begleitet und dadurch der Besuch der Spiele zum Festpunkt wird und andere Aktivitäten wie Urlaube zurückgestellt werden.

Mir ist aufgefallen, dass von den mehr als 150 Fanclubs nur die Ultras am Tag der offenen Tür aktiv um Mitglieder werben. Was die Interaktion mit diesen neuen Mitgliedern verbessern könnte, wäre eine Liste von Treffpunkten von Fanclubs - sofern diese das wünschen.

Wie erreicht man, dass Nur-Wegen-Der-Einstrittskarte-Mitglieder zu echten RAPID-Anhängern werden, sodass sie nicht nur bei den attraktiven Spielen sondern auch bei allen anderen Spielen an Bord sind?

Diese Adabeis kommen tatsächlich nur wegen des Spiels und haben keine sonstige Bindung zu einer Gruppierung, fühlen sich also nicht als Bestandteil der engeren RAPID-Familie.

Einem solchen Neueinsteiger sollte es einfacher gemacht werden, sich einer Fangruppe anschließen zu können. Das kann zum Beispiel so geschehen, dass die Fanclubs (sofern sie das wollen) bekannt geben, was konkret ihr Background ist und wann wie sich wo treffen. Diese Angaben werden pro Saison auf einem Blatt "Rapid-Fankalender 2010" zusammengefasst. Der Neueinsteiger kann dann den einen oder anderen Abend bei einem Fanclub verbringen und bei Gefallen sesshaft werden.

Erst durch diese sozialen Bindungen wird der Spruch "You'll never walk alone" gelebte Realität und der Sympathisant wird zu einem Mitglied der RAPID-Familie.

Zweite Runde Europa-Liga

Folgewirkung der zweiten Runde

Diese Runde hat wieder erfreuliche Auswirkungen auf unsere diversen Koeffizienten. Die Zahlen in Klammer sind der entsprechende Wert nach der ersten Runde.

Was den Landeskoeffizienten für die heurige Saison anlangt sind wir immer noch auf Platz 3. Hinter uns: Italien, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Rumänien. Vor uns nur Spanien und England, die aber mit 7 Teams.

Im Teamranking ist RAPID um 10 Plätze vorgerückt. Das geht heuer besonders schnell, weil wir stark vertreten sind und von den anderen A-Vereinen mit 20% partizipieren.

(+) Landeskoeffizient 2009/10
24.5 (19.5)

(+) Landeskoeffizient pro Team 2009/10
6.125 (4.875)

(~) Ranking des Landeskoeffizienten
3 (3): ENG, ES, A, DE, ISR, F...

(+) Teamkoeffizient RAPID
0.2 * 6.125 + 2 (HSV) + 1 (Celtic) = 4.2250 (2.975)

(+) Teamranking Punkte (letzte 5 Jahre)
10.265 (9.015)

(++) Teamranking Platz
145 (155) gemeinsam mit den Dosen, VTK 101 (100)

Landesranking 2010
Platz 20 ... CY, N, ISR, A, SK, S, SRB, PL, CR ...

Punkte 16.325

Montag, 28. September 2009

Geschichte in Grün-Weiß

Wie uns das Publikum wahrnimmt: (Auszug aus profil 40 28.9.2009)

Der SK RAPID Wien wurde 1898 als „1. Wiener Arbeiter Fußballklub" gegründet und war in seiner 111-jährigen Geschichte bereits 32-mal österreichischer Meister - so oft wie keine andere Mannschaft. Zuletzt ging der Meistertitel in der Saison 2007/08 nach Hütteldorf. 1985 und 1996 erreichte RAPID das Finale des Europapokals der Pokalsieger. 2005 kam der Verein in die Champions League, blieb dort allerdings ohne Punkte. Derzeit spielt RAPID in der Europa League in einer Gruppe mit dem HSV, Celtic Glasgow und Hapoel Tel Aviv und ist nach dem ersten Spieltag Gruppenerster.

RAPID hat ein Jahresbudget von 15 Millionen Euro und ist damit die Nummer drei unter den Vereinen der Bundesliga. Vorjahresmeister Red Bull Salzburg kann allerdings mehr als dreimal so viel Geld ausgeben.

Das Hanappi-Stadion fasst 17.500 Zuseher und ist bei fast Jedem Heimspiel ausgebucht. Der Verein hat 6000 Mitglieder und rund 10.000 Abonnenten.

Legendär ist die so genannte „Rapid-Viertelstunde", die 15 Minuten vor Ende jedes Spiels von den Fans eingeklatscht wird. Die Tradition besteht seit 1921, als RAPID in einem Spiel gegen den Wiener AC zur Pause mit 1:5 und eine Viertelstunde vor Schluss noch mit 3:5 zurücklag. Letztlich gewann RAPID die Begegnung mit 7:5.

Sonntag, 27. September 2009

Nachlese Rapid-SC Magna

Da die Schiedsrichterleistung einem eigenen - allerdings nicht öffentlichen -Ranking unterliegen und jeder Fehler, egal in welche Richtung, für sie negativ ist, kann ich mir diese sonderbaren Pfeifleistungen nur so erklären, dass die meisten nur ja nicht den Eindruck erwecken wollen, für den beliebtesten Klub und noch dazu in einem Heimspiel zu pfeifen. Das Resultat ist, dass eher das Gegenteil der Fall ist.

Dass nach dem absolut unnötigen Foul in der Schlussphase keine rote Karte gegeben wurde ist ebenso unklar wie die gelbe Karte für den attackierten Hofmann und möge dem Brugger mehr als einen schwarzen Punkt auf dessen Dienstbeschreibung bescheren und eine Strafrunde in der Regionalliga. (So war es glaube ich auch mit Messner bei dem skandalösen Mattersburg-Match.)

Bei solchen Fouls erinnere ich mich an einen makabren Spruch aus den 50er Jahren und vielleicht auch davor, der da hieß: "Rapid muss gwunnen, Blut muss runnen." Also auch damals dürften die Spiele nicht nur von Eleganz gestrotzt haben.

Diese Runde war geprägt von Favoritensiegen; noch dazu waren alle diese Spiele Auswärtssiege. Die Ausnahme war das RAPID-Heim-Spiel. Nur beim OÖ-Derby spielte man für RAPID und brachte uns auf Platz 4.

Die kommende Runde ist insofern schwieriger, als alle direkten Konkurrenten um einen vorderen Tabellenplatz zu Hause und jeweils gegen denselben Jausengegner spielen aber RAPID auswärts.

Um nicht an Terrain zu verlieren, muss daher RAPID in Wiener Neustadt ebenfalls siegen.

Vielleicht spielt ja einmal der Fußballgott verrückt und lässt die Außenseiter unserer Konkurrenten siegen - auch wenn es nicht sehr aussichtsreich erscheint.

Mittwoch, 23. September 2009

Ranking der anderen Art

Ein Ranking der anderen Art:

Wären die Fans ein Maß für die Tabelle, dann ergeben sich laut ASB folgende Themenzahlen für die Clubs:

4.293 RAPID (1)
4.071 Austria (2)
1.624 Sturm (3)
1.172 Ried (4)
912 LASK (5)
658 RB (6)
841 Mattersburg (7)
163 Kärnten (8)
109 Kapfenberg (9)
86 Magna (10)

und die Postings:

360.849 RAPID (1) 
256.088 Austria (2) 
67.883 Ried (3) 
47.466 RB (4) 
40.973 LASK (5) 
40.544 Sturm (6) 
18.071 Mattersburg (7) 
6.769 Kärnten (8) 
6.049 Magna (9) 
5.129 Kapfenberg (10)

Dazu ist aber zu bemerken, dass man natürlich die individuellen Foren der Clubs einrechnen müsste, weil das ASB nicht jedermanns Sache ist.

Samstag, 19. September 2009

PS: Bau-ern-schweine! Bau-ern-schweine!

Das Post Scriptum ist oft interessanter als das Posting selbst. Daher hier eine Anfrage an die Textautoren und Vorsänger:

Ich frage mich oft, wer eigentlich der wichtigere am Spielfeld ist: RAPID - oder der jeweilige Gegner? Was wäre schon der Sieger ohne jene, die oft in aussichtsloser Position um einen Platz an der Sonne kämpfen? Ich bewundere die Anhänger kleiner und kleinster Klubs, denn RAPID-Anhänger zu sein, ist die einfachere Kunst.

Im Übrigen ist heutzutage nur ein kleiner Teil der Spieler einer Mannschaft auch aus der Gegend, daher gehen diese Rufe ohnehin an der Zielgruppe vorbei. Und so mancher der beschimpften Gegner würde auch in einem grün-weißen Dress eine gute Figur machen.

Etwas Mehr an Achtung vor der gemeinsamen Anstrengung (die Höflichkeit des Judoka wird man ja am Fußballplatz nicht verlangen müssen), mehr die eigenen Stärken skandieren als vermeintliche Schwächen der anderen hinausschreien, wünsche ich mir.

Freitag, 18. September 2009

Erste-Runde-Europa-Liga

Da die Punkteberechnung für das UEFA-Team-Ranking heuer geändert wurde und mir die aktuelle Punktezahl unklar war, habe ich versucht, die Punkte nachzurechnen (ist schon in verkürzter Form gepostet worden):


Landeskoeffizient 2009 - Teamkoeffizient 2009 - TeamRanking 2004-2009 nach der 1. Gruppenrunde

Die Punktebewertung liegt uns ja für das nächste Jahr am Herzen.


Ziel: möglichst viele Punkte sammeln, um möglichst weit oben im Team-Ranking zu landen, und als gesetzter Verein in die Play-Off-Runde gehen zu können und langfristig die Position Österreichs zu verbessern. (größere Zahl der Teams, höhere Einstiegsrunde)

Daher hier eine Darstellung der Punktesituation nach der Qualifikation und nach der ersten Runde der Gruppenphase aus österreichischer Sicht und aus der Sicht von RAPID. Man unterscheidet zwischen dem Landeskoeffizienten und dem Teamkoeffizienten. Beide werden verschieden ermittelt. Zunächst benötigt man den Landeskoeffizienten.

Punkte für den Landeskoeffizienten


Für den Berechnung des Landeskoeffizienten werden für Sieg und Niederlage Punkte vergeben: Qualirunde: Sieg: 1 Pkt Unentschieden: 0.5 Pkte Gruppenphase: Sieg: 2 Pkte Unentschieden: 1 Pkt

Darüber hinaus gibt es Bonuspunkte für das Erreichen der CL-Gruppenphase, nicht aber in der Europa-League. Da wir derzeit keinen Verein in der CL haben, beschränken wir uns auf die Punktebestimmung in der EL.

RAPID - Beitrag zum Landeskoeffizienten 2009


4.5 Punkte aus Quali 4 Siege 1 Unentschieden
2 Punkte aus Gruppe 1 Sieg
---
6.5 Punkte


Dosen-Truppe - Beitrag zum Landeskoeffizienten 2009


3 Punkte aus Quali 2 Siege 2 Unentschieden
2 Punkte aus Gruppe 1 Sieg
---
5 Punkte


VTK-Truppe - Beitrag zum Landeskoeffizienten 2009


3 Punkte aus Quali 2 Siege 2 Unentschieden
0 Punkte aus Gruppe 
--
3 Punkte


Uhrturm-Truppe - Beitrag zum Landeskoeffizienten 2009


5 Punkte aus Quali 4 Siege 2 Unentschieden
0 Punkte aus Gruppe 
--
5 Punkte
Ergibt gesamt 19.5 Punkte und im Schnitt 4.875 Punkte pro Team (19.5/4) für den Landeskoeffizienten. Damit liegen wir derzeit auf dem beachtlichen 4. Platz in der heurigen Länderbewertung (Deutschland auf Platz 5). Dieser Platz wird sich aber nach jeder Runde ändern.


Punkte für den Teamkoeffizienten


Der Teamkoeffizient besteht aus einer fixen Punktezahl für das Erreichen einer bestimmten Stufe, sowie aus Punkten für Sieg und Unentschieden.
0.25 Punkte für das Erreichen der 1. Qualirunde 0.5 Punkte für das Erreichen der 2. Qualirunde 1 Punkt für das Erreichen der 3. Qualirunde 1.5 Punkte für das Erreichen der 4. Qualirunde 2 Punkte für das Erreichen der Gruppenphase (Minimum, auch wenn sonst nichts gewonnen wird) 2 Punkte Sieg (nur ab Gruppenphase, nicht für Qualirunden) 1 Punkt Unentschieden (nur ab Gruppenphase, nicht für Qualirunden) 1 Punkt Erreichen des Viertelfinales 1 Punkt Erreichen des Halbfinales 1 Punkt Erreichen des Finales
Jeder Verein erhält wenigstens 2 Punkte für das Erreichen der Gruppenphase, auch dann, wenn er gar kein Spiel gewinnt. Gewinnt er dagegen ein Spiel, werden diese zwei Punkte gestrichen und und durch die zwei Punkte für das gewonnene Spiel ersetzt. Der erste Sieg vermehrt daher das Punktekonto noch nicht.

Daher haben auch alle österreichischen Vereine 2 Punkte, auch die Looser.
Teampunkte RAPID
2 Punkte 1 Sieg
Teampunkte Dosen-Truppe
2 Punkte 1 Sieg
Teampunkte VTK-Truppe
2 Punkte (Minimum) 0 Punkte aus Spielen
Teampunkte Uhrturm-Truppe
2 Punkte (Minimum) 0 Punkte aus Spielen
Der Teamkoeffizient berechnet sich so:
Teamkoeffizient = 0.2 * Landeskoeffizient + Teampunkte
Für diese Runde gilt daher:
RAPID (und alle anderen österreichischen Vereine)
4.875 Landeskoeffizient

2 Teampunkte
Teamkoeffizient = 0.2 * 4.875 + 2 = 2.975
Daraus ergibt sich ein Teamkoeffizient-2009 von 2.975 für alle österreichischen Teams.
Alle österreichischen Clubs liegen auf Platz 39 (von 234), immerhin vor HSV, Bremen und Hertha.
Für die nächste Runde schaut es so aus: wenn RAPID in Glasgow gewinnt, bekommt RAPID 2 weitere Team-Punkte dazu und hätte dann 4 Punkte. Gewinnt aber die VTK-Truppe, ändert das an deren 2 Punkten noch nichts, denn das Minimum von zwei Punkten, das sie jetzt schon haben verfällt dann. (Wohl aber erhöht sich durch einen solchen Sieg der Landeskoeffizient.)


Team-Ranking



Was aber schließlich für die nächstjährige Play-Off-Runde zählt, ist das Team-Ranking, das sich aus den Teampunkten der letzten 5 Saisonen zusammensetzt und dabei liegt RAPID mit derzeit mit 9.015 Punkten auf Platz 155 (von 313), weil in den vergangenen Jahren nur wenig Punkte gemacht wurden und früher die Qualirunden rein gar nichts gebracht haben (was sich ja ab heuer geändert hat). Wir profitieren dabei noch von der erfolgreichen Saison 2005/06 des VTK (VTK, derzeit auf Platz 100 mit 16.015 Punkten), die sich mit 3.65 Punkten zu Buche schlägt und den immerhin schon 2.975 Punkten von heuer.

Um im Play-Off gesetzt zu sein, müssten wir nach heurigem Stand EL: 13 Punkte oder CL: 15 Punkte erreichen. Es gilt Sieg=2 Punkte, Unentschieden=1 Punkt zuzüglich der 20% der anderen österreichischen Vereine. Daher sollten wir den anderen Clubs die Daumen halten, damit sich unser 5-jahres-Teamranking heuer ordentlich erhöht. Für die 15 Punkte brauchen wir daher noch 3 Siege oder eben ein Äquivalent an Unentschieden und einen Aufstieg in die KO-Runden.

Derzeitiger Stand für RAPID

Platz

4 Landeskoeffizient 2009
39 Teamkoeffizient 2009
155 Team-Ranking 2009

Bei der nächsten Runde am 1. Oktober können wir die Veränderung ohne langes Rechnen nach diesem Ranking verfolgen.

Nachlese Rapid-HSV

Die Leistung von Sektor C/D ist einmalig. Interessant aber die Mächtigkeit des Supports, wenn wirklich das ganze Oval mitzieht, mich alten Depp inklusive; dann wirkt bei einiger Distanz des eigenen Standpunkts der organisierte Gesang von C/D fast wie Hintergrundmusik. 


Durch den langen Nachhall im Oval wären langsamere Tempi vorteilhafter, will mir aus musikalischer Sicht scheinen.

Witzig die Kommentare der deutschen Gurus vom Vortag, die meinten, RAPID hätte den Heimvorteil durch den Wechsel ins Happel verschenkt. Dass das Happel ein Nachteil wäre, habe ich auch anfangs behauptet, doch welcher Vorteil 45.000 Kehlen doch sein können, hat man bei diesem Spiel gesehen.

Es scheint, als wäre Happels Geist als oberster Taktgeber noch anwesend. Und er hat den Takt für RAPID geschlagen.

Wir erleben ein historisches (Zwischen)hoch von RAPID. Und es ist RAPID, nicht einzelne Spieler, denn auch der Abgang von Leistungsträgern hat nichts an der Dynamik der Mannschaft geändert. Eine Zuschauerzahl wie in den 50er-Jahren, Erfolge, die an historische Erfolge anzuknüpfen scheinen, lassen Gutes für die laufende Saison hoffen. Eine - auch gemessen nach internationalen Maßstäben - große Einheit von Mannschaft, Fans und Verein, ein Kampfgeist, den man immer schon RAPID zugeschrieben hat. Hoffentlich kann RAPID diese Kraft für die internationalen Spiele erhalten und endlich die Pechsträhne in der Meisterschaft ablegen.

Zitat aus http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?t=646739&page=8 (Link ist leider nicht mehr verfügbar): "Allerdings hat Drazan zuerst unseren Nationalspieler aus der Elfenbeinküste links liegen lassen, dann unseren tchechischen Nationalspieler Rozenahl düpiert und ist dann Mathjisen davon gelaufen (seines Zeichens Niederländischer Nationalspieler). Ich weiß nicht wer Drazan ist, woher er kommt, als er dann aber auch noch Rost keine Chance ließ, muss man sich doch ein wenig wundern. Aber das ganze ist ganz leicht zu erklären: Kein frühes Tor, 50.000 lautstarke Wiener und eine - aufgrund dieser Umstände - völlig desillusionierte HSV Truppe. Dazu sehr engagierte Wiener Spieler, die im Rausch spielten. Warum man aber nur ein einziges Mal mit dem schnellen kurzpassspiel angegriffen hat ist mir auch ein Rätsel. Waren die Wiener so stark? War der HSV so schwach? Ich denke beides."

Freitag, 21. August 2009

Nachlese Aston Villa-Rapid

Wir waren gerade am letzten Wochenende bei Spielen der Premierleague in London und die Spiele vermittelten sehr gut die dortige Spielstärke. Hohe Präzision der Pässe, gute Referees, wenige Fouls (von der Sorte, dass Spieler tot am Boden liegen bleiben und mit einem blinzelnden Auge auf die Entscheidung des Schiedsrichter schauen, um dann schließlich noch einmal zu rollen oder sich doch zum Weiterlaufen aufzuraffen), starkes Kollektiv.

Jeder Vergleich von RAPID mit einem dieser Vereins in der Premierleague erschien mir unzulässig und mir war bang um das heutige Ergebnis.

Und dann das.

Ein sensationeller Auftakt, der die ohnehin vorhandene Motivation noch beflügelte, eine Atmosphäre, die wohl in Europa ihresgleichen sucht.

Der Schlüssel zum Sieg war dieses frühe Erfolgserlebnis. Wer weiß, wie das Spiel sonst ausgegangen wäre, wenn man diesen Euphorie-Schub nicht erlebt hätte.

Was immer man irgendwo für Paläste für den Fußball baut, das Spiel braucht nur 22 Beine und das Feld und die Vision vom Sieg. Ja, und 17600 schreiende Kehlen.

In Parndorf. In Hütteldorf. In Birmingdorf.

Auf nach Birmingdorf!

Die RAPID-Homepage berichtete unmittelbar nach dem Spiel (wie übrigens immer) über das Spiel. "Kapitel 1 der Geschichte ist geschrieben: 1:0-Sieg vs Villa" (Ob man Geschichte geschrieben haben wird, das wissen wir erst in einer Woche, also etwas vorsichtiger hätte man das formulieren können aber man freut sich eben).

Die Villa-Homepage schweigt sich auch jetzt noch (0:45) aus.

Der Grund liegt wahrscheinlich in der Größe der Firma Aston Villa. Sicher, ihre Seite ist perfekt, aber das Engagement zu haben und sich gleich nach dem Spiel an den Laptop zu setzen funktioniert in einem durchorganisierten System nicht so ohne weiteres. Da muss man die Genehmigung einer Pressestelle einholen, des Mangers oder von sonstwem - und das Engagement erlahmt.

Unsere Stärke ist die Flexibilität der kaum hierarchischen Organisation.

Daily Telegraph, letzter Absatz aus "Rapid Vienna 1 Aston Villa 0: match report"

Time slipped by without any more chances, then the notorious RAPIDviertelstunde began, the home fans marking the final 15 minutes of the match with resounding, rhythmic clapping that shook the stadium as it has done for near on 90 years. Villa, like their supporters, were drowned out. Even so, they are not yet down and out.

Dienstag, 11. August 2009

Fußballreise London 2009

Wir (mein Sohn Florian, mit dem ich fahre und meine Frau, die zu Hause bleibt und unserer Reise zustimmt) planen eine London-Reise für das spielfreie Wochenende um den 15. August zum Auftakt der neuen Saison in der Premierlieague (Nächtigung Ibis London Excel):

Fr 14.8.
17:00 ab Wien Fly Niki
20:10 an London Stansted

Sa 15.8.
12:45 Chelsea - Hull City, Stamford Bridge

So 16.8.
11:00 Chelsea Stadium Tour
16:00 Tottenham Hotspur - Liverpool, White Hart Lane

Mo 17.8.
11:00 Arsenal Stadium Tour
14:30 Tottenham Stadium Tour

Di 18.8.
11:00 Wembley Stadium Tour
19:45 Fulham - Blackburn Craven Cottage

Mi 19.8.
16:15 ab London Stansted
21:15 an Wien

Eine gute Übersicht über die Verfügbarkeit von Tickets hier: http://www.fussballinlondon.de/tickets.php

Gleich ein Tipp für alle, die einfach nur einen Eindruck von den Stadien gewinnen wollen: Wir haben unseren Urlaub eigens auf den Saisonbeginn in England ausgerichtet. Besser (und viel billiger) wäre es aber gewesen, sich auf die Vorbereitungsspiele vor dem Saisonbeginn zu konzentrieren (also von Mitte Juli bis Mitte August). Die Gegner lassen sich durchaus sehen und kommen oft aus dem Ausland. Viele dieser Spiele sind nicht ausverkauft, weil sie ja nicht beim Abo dabei sind. Und zum Beispiel bekommt man bei Arsenal im Emirates-Stadion für die Champions-League-Qualifikation ein VIP-Ticket um 90 Pfund. Leider ist aber derzeit noch nicht bekannt, ob das Spiel am Dienstag oder Mittwoch 18/19.8. auswärts oder zu Hause stattfindet, denn das ergibt - ebenso wie den Gegner - erst die Auslosung. Aber wenn man bedenkt, dass etwa bei Tottenham eine VIP-Karte 600 Pfund! kostet, dann ist das ein echter Hit.

Billig ist das Ganze nicht aber da wir keinen Badeurlaub und auch keinen Schiurlaub finanzieren müssen...

Postkarte aus London

Freitag, 7. August 2009

Unser Gegner Aston Villa


Stadion Villa Park

Das Stadion liegt eingezwängt in einem nicht erweiterbaren Gebiet am Aston Park. Wahrscheinlich wegen späterer Erweiterungen ragt die Westtribüne über die Trinity Road drüber. Die Umgebung des Stadions ist durch die typischen englischen Reihenhaussiedlungen geprägt. In dieser Gegend sind sie aber fest in der Hand von Indern/Pakistanis. Es gibt auch Moscheen, die sich zwischen die Häuser zwängen. In der Witton Road, das ist die Hauptzufahrtsstraße in die City, hat man den Eindruck, in einem Vorort von Kalkutta zu sein, denn viele Geschäfte lagern ihre Waren einfach auf der Straße.

Auffällig sind die Gegensätze von Arm und Reich. Das Stadion ist der Inbegriff des Reichtums, ein Tempel, der von Menschen besucht wird, die gar nicht in dieser Gegend wohnen, denn die können sich die Eintrittspreise nicht leisten. Da werden die Gehsteige rund um das Stadion vor und während des Matchs penibel von jedem Abfall gereinigt und eine Straße weiter schaut man der Armut ins Gesicht, die sich natürlich wenig um den Mist auf der Straße schert, die hat andere Sorgen.

Montag, 3. August 2009

Pro Maierhofer

Ja, man muss manchmal schmunzeln, manchmal ärgert man sich auch, wenn Stefan Maierhofer mit dem Ball "hantiert".

Aber er ist von seiner Art her eine Art Mentaltrainer für die Mannschaft. Er zeigt unglaublichen Einsatz und ist auf Grund seiner Kopfballstärke immer für ein Tor gut. Das ist wahrscheinlich auch der Grund warum ihn der Trainer im Spiel lässt oder bringt obwohl technisch seine Konkurrenten vorzuziehen wären. Er hat in kurzer Zeit 36 Tore erzielt. Mehr hat nur Jimmy Hoffer "am Konto" (aber in einer längeren Zeit). Er war am 32. Meistertitel maßgeblich beteiligt und auch den heurigen 2. Platz kann man sich ohne ihn nicht vorstellen.

Wenn er auch oft (zu) große Töne anschlägt, man muss es ihm auch hoch anrechnen, dass er seine technischen Schwächen kennt (bei einem Interview) und stark daran arbeitet.

Als wir im vergangenen Jahr eben nicht in der CL-Gruppenphase vertreten waren, hatten wir die Gelegenheit mit Luca Toni einen ähnlich gebauten Spieler zu beobachten. Und ich finde, dass die beiden Ähnlichkeiten in der Ballbehandlung haben, was sicher mit ihrer Größe zusammenhängt.

Ich finde daher, dass diese Leistungen zu respektieren sind und dass wir als RAPIDler für verdienstvolle Spieler so etwas wie Dankbarkeit entgegenzubringen haben.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Stadionausbau

In Deutschland wurden anlässlich der Fußball-WM viele Stadien komplett neu errichtet (Hamburg, Stuttgart, München, Mönchengladbach, Hannover) oder modernisiert (Berlin).

Ein England gibt es beides: den Stadionneubau (Wembley, Emirates) aber auch den ständigen Ausbau nach Bedarf (Old Trafford, Stamford Bridge, Villa Park).

Die baulichen Maßnahmen nicht durch Dazustellen erreicht, vielmehr hat man auch im ausgebauten Zustand den Eindruck einer gelungenen Integration. Das OldTrafford solll eine neue Südtribüne bekommen und auch die anderen Tribünen waren nicht immer so groß wie heute. Wenn man das Stadion genauer betrachtet, sieht man erst, wie verschieden die einzelnen Komponenten eigentlich sind.

Ganz auf historisch geht man in Fulham vor. Das dortige Stadion hat auch nur 25.000 Plätze, der Kern ist aber noch ein Bauwerk aus 1900. Man versucht, die alten Bauteile zu erhalten. In Fulham hat man die dortige "Pfarrwiese" ausgebaut, und versucht, den Eindruck der alten Konstruktion zu erhalten.

Das Hanappi macht durch ein neue Überdachung einen sehr geschlossenen Eindruck und hat man durch die Überdachung das Gefühl einer Heimstätte bekommen, das man durch verbaute Ecken weiter verstärken könnte.

Was dabei im Weg ist, sind die großen Scheinwerfermasten, wobei ich mich immer frage, ob man die wirklich braucht. In den großen Flächen sind ohnehin nur mehr 13 Lampen enthalten und die könne man auch noch im Dach unterbringen. Dann wäre in den Ecken der Platz frei.

Ich fürchte aber, dass die Überdachung nicht unter dem Aspekt einer Erweiterung geplant wurde und dass diese Aufbauten eine Erweiterung eher behindern.

Dienstag, 14. Juli 2009

Fußball, Rassismus und mangelhafte Bildung

Das ausklingende 19. Jahrhundert ist praktisch die Geburtsstunde des Sports überhaupt. Gleichzeitig ist es aber auch europaweit die Geburtsstunde von Nationalismus in einem Umfang, der damal über die heutige Fremdenhetze hinausgeht, weil er bis in die Führungsetage der staatstragenden Parteien reichte (z.B. Lueger).

Vielleicht hängen diese Entwicklungen zusammen, weil der Fußball diese Gegnerschaft in einer friedlichen Weise abstrahiert - sofern das Interesse tatsächlich einer Abreaktion der Langeweile des Friedens dient.

Heute hat man den Eindruck, dass der Charakter des Fußballs als ritualisierter Kampf insbesondere in den jungen Ostdemokratien aber auch in Deutschland und Österreich von der rechten Szene bei verschiedenen Anlässen unterwandert wird (Beispiel: Ausschreitungen tschechischer Radikal-Fans beim jüngsten Spiel gegen Banik-Ostrau), wobei man hervorheben muss, dass insbesondere bei den Ultras eine sogar von der Presse beobachtete Selbstreinigung stattfindet (Einschlägige Fahne im Meisterjahr wurde von den Ultras selbst entfernt).

Mein Florian war mit den anderen Lehrlingen seiner Firma auf einer Urlaubswoche in Kroatien. Er ist auf rassistische Bemerkungen sehr hellhörig (weil er selbst große Sympathie zu Mannschaften anderer Länder hat, zum Beispiel zu Kroatien und hat daher auch ein Kroatien-Dress zu Hause) und berichtet, dass diese ganze Schicht der Lehrlinge - zumindest die Lauten darunter - (Jugendliche, die mit 14/15 die Schullaufbahn beenden und gleich in den Beruf wechseln gewürzt mit ein bisschen Fachunterricht) deutlich rechte und zum Teil rechts-extreme Ansichten aufweist. Ein Lehrling hatte zum Beispiel ein eintätoviertes "88" am Hals und musste dieses mit Leukoplast verkleben, um mitfahren zu können.

Ich kann es manchmal sogar verstehen, dass diese Jugendlichen mit viel zu wenig Bildung diesen Mangel intuitiv erfassen aber keine andere Abhilfe als die Abgrenzung kennen; und da man selten etwas ganz neu erfindet, müssen halt die Vorbilder der Nazis herhalten. Dazu kommt, dass gerade die Elterngeneration gegenüber solchen Töne sehr kritisch eingestellt ist und daher schlägt eine solche Einstellung gleich zwei Fliegen auf einen Schlag: die Abgrenzung gegenüber den Eltern, die das ja praktisch ablehnen müssen und die Abgrenzung gegenüber dem Fremden als Schutz vor der eigenen Unzulänglichkeit.

Und genau hier versagt die österreichische Bildungspolitik, die es erlaubt, das Jugendliche mit 14/15 die Schule verlassen können obwohl die komplexer werdenden Verhältnisse eine längere Schulung dringend geboten machen. In Deutschland zum Beispiel beginnt eine Lehrer allgemein erst ab 17.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Zuschauerzahlen im internationalen Vergleich

Mich würde interessieren, warum ein so großer Unterschied in den Zuschauerzahlen zwischen Deutschland und Österreich besteht. In der Frühzeit des Fußballs in den 20er Jahren war das keineswegs so, im Gegenteil.

Kann es sein, dass die Fußballbegeisterung das Gefühl nationaler Größe ausdrückt?

Nach der Monarchie dachten alle noch in den Dimensionen eines Großreiches, ein Gefühl, das sich im Laufe der Jahrzehnte auf die reale Größe reduzierte; aber es gab auch Zeiten, wie zum Beispiel in der Ära Kreisky, in der auch die Meinung eines kleinen Landes im Konzert der Großen Bedeutung hatte. Vielleicht ist auch Cordoba nicht ganz zufällig in diese Ära gefallen. (Theorie im Buch "Die Mannschaft ohne Eigenschaften" von Harald Irnberger)

Wir sollten uns eigentlich über das steigende Interesse freuen und einmal darüber hinwegsehen, dass viele Eventbesucher dabei sind. Geld hat immerhin keine Mascherln und trotz aller Zuwächse dürfte dem Verein doch Geld an allen Ecken und Enden fehlen. Und dazu muss man auf der einen Seite über die Werbung hinwegsehen und auf der anderen auch über nicht ganz kompetente Fangruppen.

Ebenso muss man aber diesen Neu-Rapidlern einen Lernprozess zugestehen, denn die Wege zu RAPID sind verschlungen. Manche bekommen es mit der grün-weißen Baby-Kollektion in die Wiege gelegt und wissen gar nicht, dass es andere Vereine auch gibt, andere sind zum Beispiel Spät-Berufene.

Im nationalen und internationalen Vergleich finde ich die Zuschauerzahlen in Wien - dafür, dass es die wichtigste Sportart in Österreich neben dem Schisport sein soll - beschämend gering. Bezogen auf die Bevölkerungszahl kommen weit mehr Burgenländer oder Rieder ins Stadion als das in Wien der Fall ist.

Ein neues Stadion würde auch neue Zuschauerschichten bringen, aber auch Geld, wenn es stimmt, dass man mehr VIP-Plätze verkaufen könnte (aber man nicht gleichzeitig eine hohe Miete zahlen müsste).

Allzu optimistisch bin ich aber nicht, was einen Neubau anlangt, weil das - wie hier schon angedeutet wurde - möglicherweise sogar Wählerstimmen kosten kann. Umgekehrt muss man aber auch bedenken, dass die Zahl der passiven Fernsehgucker-Rapid-Fans durchaus bedeutend ist wie diverse Umfagen ergeben haben und auch diese Wählergruppe ein Kreuz am Wahlzettel macht, und Alternativen zum amtierenden Bürgermeister gibt es ja.

Es ist aber auch interessant, wie vergleichsweise still und leise der Neubau der Osttribühne am Verteilerkreis über die Bühne gegangen ist. Irgendwie sah sich der Herr Bürgermeister verpflichtet, den Abgang von Stronach abzugelten, damit sie nicht ganz in der Bedeutungslosigkeit versinken.

Ich finde abschließend, dass es von der Politik kurzsichtig ist, den Fußballsport so stiefmüterlich zu behandeln, weil wenn eben die These von Herrn Irnberger stimmt, dass Bedeutung einer Stadt oder eines Landes mit der Bedeutung des lokalen oder nationalen Fußballsports zusammenhängt, man das eine nicht ohne das andere haben kann. Regionales und nationales Selbstbewusstsein steigt mit dem Ansehen des regionalen oder nationalen Fußballs. Und das stärkt wieder den Politiker. Sie werden wieder da sein, wenn die Mission 33 gelingt und es etwas zum Feiern gibt; auf der VIP-Tribüne. (Belustigend und bezeichnend fand ich bei der letzten Meisterfeier, dass auch Herr Lugner, vulgo Mörtel sich auf die Südtribüne verirrt hat. Ich wollte ihn fragen, ob er sich denn ein Abo nehmen würde in der kommenden Saison aber da ich lieber schreibe, fällt mir so etwas immer erst viel zu spät ein. Die Antwort wäre vielleicht "vielleicht" gewesen realiter aber was es eben: "nein", denn er kommt nur zum Feiern und zum Gesichtsbad. Schade eigentlich, denn der eigentliche Lernprozess geht ihm dabei verloren, das Erleben der Hochs UND Tiefs, das Gemeinsam-Durch-Dick-Und-Dünn-Gehen.)

Aktives Bekenntnis zum Fußballsport bedeutet auch Bekenntnis zur Zugehörigkeit zu einer Region, zu einem Land. Und daran dürfte es in Wien mangeln. Nicht bei denRAPID-Fans, denn die leben es ja aber es sind noch viel zu wenig.

Pro Hanappi-neu!

Und jedes Mitglied und jeder Abonnent soll sich seinen Sitz als Andenken, gegen eine Spende an den Verein in sein privates RAPID-Museum mitnehmen dürfen, so, wie vor einigen Jahren das Rasenstück vor Einbau der Rasenheizung. Wenn das 10.000 Personen tun und jeder einen Hunderter spendiert (ich habe gehört, dass ein kaputter Sitz etwa 70 Euro Reparaturkosten verursacht), wäre das immerhin eine Million, die man noch aus dem alten Gemäuer herausholen könnte.

PS: Google hat die Region um Wien neu überflogen und in Google Maps eingearbeitet. Und das war genau vor zwei Jahren vor dem Tag der offenen Tür, denn der Boden des Stadions ist nicht grün sondern braun. 
Größere Kartenansicht

Atemberaubend sind auch die Aufnahmen in Vogelperspektive von Microsoft. Man kann sich dem Stadion aus allen Himmelsrichtungen nähern.

UEFA-Punktewertung

Für mich ist die UEFA-Punkteliste ein Schmarrn und die nationalen Verbände sollten die Konzepte von Platiny & Co anzweifeln und Alternatives anbieten.

Derzeit

Nur Vereine, die in die Rundenphase kommen, punkten. Immer weniger Vereine, meist immer dieselben, spielen international. Der Landeskoeffizient wird weniger (statt mehr) bewertet. Was uns weiterhelfen kann, nämlich internationale Spiele, genau die gibt es für uns nicht, weil wir zu dieser Zeit nur die Spiele der anderen im Fernsehen verfolgen. Wir müssen froh sein, dass wir heuer durch das Jubiläum eine andere Fußballkost als den Mattersburg-Kärnten-Kapfenberg-Eintopf sehen können.

Ein Punktesystem, welches nicht gleichmäßig alle bewertet, sondern nur jene, die spielen, ist ein Holler. Das ist wie eine Klasse, wo der Lehrer immer dieselben, guten Schüler befragt, denen Punkte vergibt und die anderen durchfallen lässt, ihnen aber nie eine Chance gegeben hat.

Die FIFA hat das mit der Weltrangliste meiner Ansicht nach besser und transparenter gelöst. Jedes Spiel, auch Freundschaftsspiele, zählen (wenn auch mit einem geringeren Koeffizienten). Dort rangieren wir auf Platz 36 (EU) und 68 (weltweit).

Interessanterweise rege ich mich über das Punktesystem der UEFA auf aber dort rangieren wir immerhin auf Platz 26 (Abgefallen von Rang 20, wenn ich mich richtig erinnere, weil ja im Vorjahr kein Verein in der Gruppenphase war).

Meine Änderungen des UEFA-Systems wären folgende:

Bewerb

Verdoppelung der Gruppen in der Gruppenphase, dafür Entfall der 4. Qualirunde. Das bringt einen Spieltag und doppelt so viele Vereine in den Bewerb. Und ob in der Gruppenphase 16 der 32 Gruppen Spielen stört niemanden außer vielleicht die Zeitungsredaktionen, die für die Tabellen keinen Platz haben. Den durch die Qualirunde eingesparten Spieltag benötigt man natürlich nach der Gruppenphase als 16tel-Finale.

Punktesystem

Jede UEFA-Runde ist auch Spieltag für allen anderen Vereine, die zum Beispiel freundschaftliche Begegnungen austragen können, die aber auch bewertet werden. Diese Spiele wären kein Muss aber sie verbessern das Spielniveau der Mannschaft und bringen Punkte für eine kommende Qualifikation. Es ist überhaupt nicht einzusehen, dass wir im Herbst dazu verdonnert sind, Bayern-Spiele zu verfolgen, wo doch ohnehin ganz Fußball-Europa Däumchen dreht.

Dienstag, 7. Juli 2009

You'll Never Walk alone

Dieses berühmte Lied hat einen interessanten Wien-Bezug. Wenn es in Wien gesungen wird, kehrt es sozusagen an seinen Entstehungsort zurück.

Es handelt sich um die Hymne des Billy Bigelow, dem tragischen Helden im Musical „Carousel“. Und das wiederum ist die von Richard Rodgers/Oscar Hammerstein II vertonte Fassung eines Bühnenstücks von Ferenc /Franz) Molnár - das ursprünglich durchgefallen ist und erst in einer von Alfred Polgar bearbeiteten deutschsprachigen Version zum Erfolg wurde - ein weltweiter Siegeszug folgte, nämlich erst als „Vorstadtlegende in 7 Bildern und einem szenischen Prolog“ - heute bekannt unter "Der Hutschenschleuderer Liliom", der in dieser Polgar-Version im heutigen Wurstelprater gelebt und gewirkt hat ...

Der Song hätte es wohl kaum zum Evergreen geschafft, wären die Herren Rodgers und Hammerstein II nicht auch die Lieblingssongschreiber von einem gewissen Frank Sinatra gewesen. Der hat den Song auch mehrfach im Studio aufgenommen (auch jene Version, die dann Gerry & the Pacemaker inspiriert hat). Wichtiger war aber seine erste Studioaufnahme 1945, die kam immerhin unter die Billboard-Top 10:
http://www.youtube.com/watch?v=lF51NEV0WTU

Montag, 6. Juli 2009

Rapid-Liverpool, gab's das schon einmal?

Das bisher einzige Duell der beiden Arbeiterklubs fand übrigens im Rahmen der Großbritannienreise Rapids am 25. Jänner 1933 statt. Die Grün-Weißen gingen damals durch ein Tor von Johann Luef in der 10. Minute in Führung, Luef war es auch, der den Halbzeitstand von 2:2 besorgte, doch da die sonst torgefährlichen Stürmer Binder und Bican nicht knipsten, gewann Liverpool schließlich 5:2. Vier Tage zuvor feierte Rapid gegen den schottischen Meister Glasgow Rangers vor 67.000 Zuschauern ein achtbares 3:3. Der "Sunday Graphic" schrieb damals "vom schönsten Spiel, das man in Schottland seit Jahren gesehen hat" und die "Sunday Mail" resümierte, dass "die Wiener klassischen englischen Fußball in höchster Vollendung" praktiziert hätten…


Austrians show Rangers how Scottish Football should be played

Mittwoch, 1. Juli 2009

Kunst und Fußball

Es gibt nach meiner Ansicht einige interessante Zusammenhänge zwischen Kunst und Fußball. Der wichtigste zuerst: In beiden Fällen verfolgen die jeweiligen Werke keinen Zweck. Die Interpretation erfolgt immer erst nach der Ereignis, der Kreation. Das Publikum kann den Werken oder den Protagonisten mit Wohlwollen oder Ablehnung gegenüberstehen. Warum Fußball und Kunst so populär sind, ist zum Zeitpunkt der Kreation nicht bewusst. Was die Antriebe für den Akteur und das Publikum ist, kann kaum in einem Satz dargelegt werden.

Beide Disziplinen verfügen über eine Fangemeinde. Was genau die Wirkung beim Publikum auslöst, ist nicht ganz eindimensional zu beantworten. Beim Fußball ist jedenfalls viel Soziologie in dem Antwortmix aber auch bei der Kunst. Die Akteure beider Disziplinen erfordern die Bestätigung durch die Fachkollegen, um in einer Werteskala eingeordnet zu werden. Ein Kick auf der Wiese ist noch kein Fußball und die Zeichnung eines Mittelschülers noch keine Kunst. Auch, wenn ich exakt denselben Schuss abgebe wie Ronaldo, bin ich deswegen kein großer Fußballer - wobei das viel klarer ist als das nachfolgende Beispiel: wenn ich rote Farbe auf ein Leintuch leere, bin ich deswegen noch nicht der Nitsch.

Es gibt Kleinkunst und die große Kunst. Das gibt es aber auch im Fußball: "Kleines Geld, kleiner Fußball; großes Geld, großer Fußball" (Ferenz Puskas.)

Das Werk selbst entzieht sich oft einer eindeutigen Einschätzung des Publikums, ja auch die Fachleute stochern oft im Dunklen. Wer kann schon eine eindeutige Antowrt darauf geben, warum Rapid gegen die Salzburger Star-Elf von Trapatoni 7:0 gewinnen konnte. Vielleicht nur Trapatoni selbst: Fußball ist "Ding-Dang-Dong", nicht einfach nur "Ding".

Wer kann schon mit Gewissheit sagen, ob die Übermalungen von Arnulf Rainer nicht einfach nur Kritzeleien sind, wie des "Kaisers neue Kleider", nur gibt es bisher keine Kinder, die es bemerken, es gibt nur eine Fachwelt, die die Werke preist.

Die modernen Künstler werden nicht (wie früher) durch das Werk an sich zum Star, sondern durch das Publikum, das ihr Werk würdigt und auf eine gewisse Stufe stellt. Der moderne Fußballer wird nicht unbedingt durch sein unmittelbares Spiel berühmt sondern dadurch, dass jemand bereit ist, viel Geld für ihn zu bezahlen. Dass er auch nur zwei Füße hat, das will man oft nicht wahr haben und wer sich traut, es wie ein Kind im Märchen auszusprechen, versteht nichts vom Fußball.

Dienstag, 23. Juni 2009

Rapid ist Spezialist für Vorrunden-Aus

Ich weiß nicht, ob das für andere Clubs auch so ist aber RAPID ist irgendwie ein Spezialist für das Ausscheiden in den ersten Vorrunden. Und es ist nicht nur die jüngere Vergangenheit, auch in den glorreichen Zeiten gab es die eine oder andere Pleite, nur werden diese Ereignisse weniger oft zitiert und sind uns daher nicht so geläufig.

Hier eine Aufstellung in den diversen Bewerben:

Im Cup zum Beispiel gibt es 14 Titel und mit 13 fast ebenso viele Saisonen, wo man in der ersten/zweiten Runde ausgeschieden ist. 2006/07 (Vienna), 2002/03 (Bad Bleiberg), 2001/02 (Austria Slazburg), 1999/00 (ATSV Ranshofen), 1996/97 (ASK kottingbrunn), 1995/96 (Admira), 1976/77 (FC Wacker Innsbruck), 1935/36 (Wacker), 1925/26 (Brigittenauer AC), 1924/25 (Hakoah), 1923/24 (Simmering), 1921/22 (Red Star Penzing), 1920/21 (Amateure)

Championsleague: 2008/09 (Anorthosis), 1999/2000 (Galatasaray)

UEFA-Cup: 2007/08 (Anderlecht), 2004/05 (Sporting), 1999/00 (Inter Bratislava), 1998/99 (Girondins Bordeaux), 1992/93 (Dynamo Kiew), 1990/91 (Inter Mailand), 1979/80 (Diosgyör Miskolc) , 1978/79 (Hajduk Split), 1977/78 (Inter Bratislava), 1974/75 (Velez Mostar)

Europacup der Meister: 1988/89 (Galatasaray), 1957/58

Europacup der Cupsieger: 1976/77 (Atletico Madrid), 1975/76 (Galatasaray), 1969/70 (PSV Eindhoven)

Mitropa Cup: 1964/65 (Sparta Prag), 1935/36 (AS Roma), 1934/35 (FC Brünn), 1933/34 (AC Bologna), 1929/30 (Ujpest Budapest)

Messe Cup: 1963/64 (FC Valencia), 1962/63 (Roter Stern Belgrad)

Deutscher Cup: 1944/45 (WAC), 1943/44 (Kapfenberger SV), 1941/42 (Admira)

Das Ausscheiden in Vorrunden ist fast ebenso häufig wie Plätze an der Sonne. Und es sind nicht immer nur große Namen, gegen die man ausgeschieden ist.

Die einzige reale Begegnung gegen albanische Clubs ist aus dem Jahr 2000 in der UEFA-Cup-Qualifikation. Das Heimspiel gegen Teuta Durres am 8.10. wurde 2:0 gewonnen, das Auswärtsspiel mit 4:0. Die nächste Runde gegen Örgyte IS (Schweden) wurde auch noch gewonnen (H 3:0, A 0:0) aber dann gegen Osjek (Kroatioen) war Endstation (A 1:2 H 0:2).

Aber da wir ja in die Gruppenphase kommen wollen, sind das alles eher kontemplative Bemerkungen, denn irgendwie muss man sich ja auch als Zuschauer auf das Spiel vorbereiten.

Fußballbegegnungen erinnern ein bisschen an den ersten Asterix-Band als die Römer meinen, den Zaubertrank zu haben und dann ein Römer versucht, einen großen Stein aufzuheben. Da ihm das nicht gelingt, nimmt er einen immer kleineren, bis er dann endlich erfolgreich ist und zufrieden meint, der Stärkste zu sein.

Unsere Steine sind im Laufe der Jahre auch ein bisschen kleiner geworden aber unser Zaubertrank sind Kontinuität in der Mannschaft und einzigartiger Support, der für die Zukunft hoffen lässt.

Sonntag, 21. Juni 2009

Qualigegner Shkodra

Habt Ihr gewusst, dass wir schon einmal gegen die Albaner gewonnen haben obwohl wir gar nicht gespielt haben?

Es war 1971, der Text dazu "Shkodra Vllaznia verzichtet; RAPID steigt kampflos auf". Die Spieltermine dazu dürften gewesen sein: 1971-09-15 und 1971-09-29.

Es war damals im UEFA-Cup.

Weiters haben wir dann gespielt gegen:
A Dinamo Zagreb 2:2
H Dinamo Zagreb 0:0
H Juventus  Turin 0:1
A Juventus Turin 1:4 Endstation (Achtelfinale)
Damals noch ohne Qualifikation.

Die Aufstellung:
Antrich Adolf
Bjerregaard  Johnny
Buzek Hans
Ey Jürgen
Fak Erich
Flögel Rudolf
Gallos  Geza
Hof Norbert
Jagodic Alois 
Lorenz Bernd
Scheffl  Günther
Pajenk Egon
Müller Erich

Dienstag, 16. Juni 2009

Rapid in der Meisterschaft

Die Platzierung von Rapid in den abgelaufenen 97 Meisterschaftssaisonen war folgende:

33x 1. (30%) 32. Meister (1944 wurde die Meisterschaft abgebrochen, RAPID war in Führung)
23x 2. (21%)
20x 3. (18%)
 9x 4. ( 8%)
 8x 5. ( 7%)
 3x 6. ( 3%)
15x 7+ (14%)

Top 3 also in 69% der Saisonen.

Montag, 15. Juni 2009

Rechte Szene bei Rapid in Kurier-Artikel dokumentiert

Seit ich das Hanappi-Stadion verfolge ich mit Interesse das Geschehen rund um Transparente, Fahnen, Sprechchöre, besonders natürlich des Block-West, denn die anderen Seiten hört man weniger. Und mit einer gewissen Beruhigung stelle ich fest, dass in den letzten Jahren die Anleihen bei der Sprache unserer wenig rühmlichen Vergangenheit auf RAPID-Seite praktisch verschwunden sind.

Dafür wird aber auf machen Transparenten gerne "88" geschrieben, was ich aus optischen Gründen verstehen kann, weil man zum Beispiel UR-88 schreiben kann. Aber empfindlichere Gemüter können das natürlich auch anders interpretieren; und tun es auch, wie man am Kurier-Artikel sieht. Ich verstehe in diesem Punkt den Artikel; mir ist das auch nicht recht. Es ist ein Unterschied, ob jemand in der Stadt einfach Parolen skandiert oder ob er dabei ein RAPID-Trikot anhat. Aber es ist ja nicht nur RAPID betroffen.

Heute war ich im Höhnel-Park mit unserm Hundi spazieren. Und was liest man da: den wohlbekannten Spruch unserer violetten Freunde: "Rapid verrecke", den sie auch nicht müde werden, im Stadion zu skandieren. Ich habe im Herbst, bei den beiden Derbys das Pech gehabt in der Nähe der Ost-Tribüne zu sitzen und da waren diese Sprüche so deutlich, dass ich mich an den dortigen Fanbetreuer wandte. Der hat sehr freundlich geantwortet aber da das Ganze eher ein Prozess ist, muss man geduldig sein.

Da ich selbst aus Erzählungen meiner Eltern und Großeltern vieles über diese Vergangenheit gehört habe, bin ich empfindlich geworden auf die neuerdings schon von Politikern vorgetragenen Sprüche, die eine peinliche Ähnlichkeit mit der damaligen Zeit haben. Und es ist heute ganz ähnlich wie damals: es beginnt mit Worten und wenn die Politiker die letzten Hemmungen fallen lassen, dann fehlt nicht mehr viel und es beginnt eine Menschenhatz.

Wenn jemand eine Nachhilfestunde in Zeitgeschichte braucht, gerne jederzeit, per Mail; bei den Veilchen wäre es ganz besonders vonnöten, denn die haben ja unter dem damaligen Regime besonders gelitten und umso unverständlicher ihre Anspielungen.

Zwei Mal im Jahr fahre ich in das Gasthaus Sienel (heute Fischer) in Kritzendorf und spaziere durch die versunkene kleine Welt der Vorkriegszeit. Ein entvölkertes Paradies. Das früher blühende Bad fristet ein Dornröschendasein bedingt durch die Arisierungen ab 1938. Kaum woanders ist die Tragik dieser Zeit so eingefroren wie eben dort an der Donau und daher kann ich nur mit größtem Bedauern jede absichtliche oder unabsichtliche Anleihe an diese Zeit ablehnen. Das hat mit Sport nichts zu tun.

Montag, 25. Mai 2009

Mehr Wettbewerb für größere Spielstärke

Das fehlende Kapital wird bemängelt. Und das wird es in Österreich wegen zu kleiner Öffentlichkeit nicht geben.

Nur, wenn man mit größeren/internationalen Zuschauerzahlen aufwarten kann, kommen größere/internationale Sponsoren ins Spiel. Mit Orange/OMV liegen wir nicht so schlecht aber Ottakringer und Wien Energie sind nur lokale Größen.

Doch wie wird man internationaler? Wie kommt man zu mehr Geld? Man muss etwas Unorthodoxes versuchen!

Wie die Schweiz lassen wir die zehn besten Mannschaft sich in einem inzuchtartigen System im Kreis drehen. Die Teams lernen wenig dazu, weil die Gegner von Heute in wenigen Wochen wiederkommen. Kaum bekommen wir einen etwas anders (vielleicht gar nicht so viel besser) spielenden Gegner vorgesetzt, schwimmen wir.

Machen wir ein kurze Landesmeisterschaft mit z.B. 14-16 Teams (Juli-Dezember/März, Hin- und Rückspiel) und setzen wir eine internationalisierte Meisterschaft dahinter an der die zwei besten Mannschaften von zum Beispiel 6 Ländern teilnehmen (A, CH, CZ, H, SK, SLO) und erst diese nehmen dann an den Europa-Bewerben teil; die ersten drei in der CL, die anderen in der EL.

In dieser zweiten Phase gibt es mehr Geld für die Vereine, weil mehr Zuschauer kommen und außerdem haben die besten Mannschaften sinnvolle Sparringpartner und müssen nicht in der CL/EL-Vorbereitung gegen unterklassige Gegner spielen. Und es wäre nicht nur ein Training sondern es ginge auch um was, nämlich um die Teilnahme an einem lukrativeren Bewerb (CL).

PS: Dass man jetzt nicht über die Gruppenphase spekulieren und von einer Teilnahme träumen dürfte, scheint mir fast unmenschlich, denn was sonst als Träume gibt uns ein Ziel? Wer hätte bei der letzten CL-Teilnahme nach dem 1:1 in Wien auf RAPID gesetzt? Geschafft haben wir's, weil eben im Fußball so wenig berechenbar ist.

Aktueller Rapid-Sturm ist top

An absoluten Toren liegt Jelavic hinten aber bei den Torminuten ist er vorne mit dabei. Im Schnitt schießt Maierhofer alle 117 Minuten ein Tor (das ist auch der Schnitt von Hans Krankl). Jimmy Hoffer liegt bei 128 Minuten (er spielt schon länger und hatte nicht immer die Torerfolge der aktuellen Saison). Aber Jelavic liegt bereits bei 144 Minuten. Dazu kommt eben, dass Maierhofer 50 Einsätze mit 3983 Spielminuten (80 Minuten pro Einsatz) hat und Jelavic 28 Einsätze mit 1156 Minuten (41 Minuten pro Einsatz) d.h. Jelavic kommt viel kürzer und seltener zum Einsatz. Und dafür hat er eine sehr gute Torquote. Zum Vergleich: nach ihm kommt lange nichts (aus der Jetztzeit) und dann Rene Wagner (191 Minuten pro Tor)

Lawaree (212  Minuten pro Tor)
Bilic (217 Minuten pro Tor)
Wallner  (234)
Akagündüz(241)
Kincl (266)
Steffen Hofmann (301)

Wir können mit unserem Sturm auch in historischen Dimensionen sehr zufrieden sein, denn die RAPID-Vergangenheit ist ein ziemlich strenger Maßstab. Jelavic liegt gleich auf mit Peter Pacult (als Spieler) und vor Fjörtoft, Carsten Jancker, Alfred Körner, Zlatko Kranjcar, Christian Stumpf, Dejan Savicevic, Antonín Panenka, Peter Hrstic, Leopold Grausam, Gustl Starek, Robert Körner.

Hoffer und Maierhofer hätten das Zeug, zu den ganz Großen aufzuschließen. Aber ob wir heutzutage einen Bimbo Binder und Josef Uridil mit jeweils 72 Minuten pro Tor erreichen könnten (und das über einen sehr langen Zeitraum mit Verletzungspausen) ist fraglich.

Samstag, 23. Mai 2009

110 Jahre Rapid in Zahlen

110 Jahre RAPID, 98 Jahre Bewerbspiele. Hier die Zusammenfassung

Zuschauer 37.369.809
Spielminuten 295.650 = 6m25d7h30'

Tore 12.414
Tore-Rapid 8.079
Tore-Gegner 4.335

Spiele 3.285

National 2.989
International 296

Heim 1.627
Auswärts 1.620

Siege 1.853
Unentschieden 624
Niederlagen 769

Spieler 635

Schiedsrichter 599
National 355
International 244

Gegner 232
National 128
International 104

Stadien 209
National 113
International 95

Saisonen 98

Trainer 40

Länder 34

Bewerbe 13

Teilnahmen 240

Titel 55

ToreProSpiel 3,78

Spielstätten 3

RAPID 1

Die Zuschauerzahlen sind sicher höher, weil für die ersten Meisterschaftsjahre keine Zahlen erfasst wurden (Man könnte die Zahlen aus einigen bekannten Zahlen hochrechnen). Bei den Spielminuten fehlen die Nachspielzeiten, ist aber nicht weiter tragisch.

Die meisten Zahlen sind natürlich abgeschrieben - aber praktisch alle, die solche Zahlen verwalten müssen sie zunächst einmal abschreiben (meine Quelle war das RAPID-Archiv). Aber jetzt aktualisiere ich sie brav nach jedem Match.

Hier noch drei Zahlen:
Seit der Einführung der Karten hat RAPID
2637 Gelbe
57 Gelbrote und
143 Rote Karten kassiert.

Freitag, 22. Mai 2009

Mögliche Rapid-Gegner in der EUROPA-League

Mich hat interessiert), welche Teams konkret für die drei Qualirunden in Frage kommen und (hoffe), die Seiten des Holländers richtig zu deuten. Fast interessanter als die bereits feststehenden Teams sind die, die unter "sowie Mannschaften aus..." angeführt sind.


Qualirunde 2 (16./23. Juli)

RAPID gesetzt.

FC Lahti (Fin), Suduva Marijampole (Lit), FBK Kaunas (Lit), Vetra Vilnius (Lit), Sligo Rovers (Irl), Metalurgs Liepaja (Lat), Skonto Riga (Lat), Dinaburg Daugavpils (Lat), Dinamo Minsk (Bls), MTZ-Ripo Minsk (Bls), Sloboda Tuzla (Bos), FK Sarajevo (Bos), Slavija Sarajevo (Bos), Olimpi Rustavi (Geo), FC Zestafoni (Geo), Dacia Chisinau (Mol), Iskra-Stal Ribnita (Mol), Zimbru Chisinau (Mol), KR Reykjavik (Isl), Keflavik (Isl), FC Vaduz (Lie), Flora Tallinn (Est), KS Flamurtari Vlorë (Alb), Tobol Kustanai (Kaz), Ararat Yerevan (Arm), Bangor City (Wal), Crusaders Belfast (Nir), HB Torshavn (Far), OFK Petrovac (Mon), sowie Mannschaften aus Lux, Slo, Bls, Hun (2x), Mac, Isl, Azb, And, Mlt, Sma

Qualirunde 3 (30. Juli/6. August))

Hier ist noch unklar, ob RAPID gesetzt oder ungesetzt sein wird aber hoffen wir einmal - so wie im Vorjahr - dass wir (knapp) gesetzt sind.

AA Gent (Bel), Vålerengen IF (Nor), Fredrikstad FK (Nor), Dinamo Tbilisi / (Geo), Vojvodina Novi Sad (Srb), FK Sevojno (Srb), APOP Kinyras Peyias (Cyp), Omonia Nicosia (Cyp), IFK Göteborg (Swe), MFK Kosice (Svk), Spartak Trnava / (Svk), St. Patrick's Athletic (Irl), Derry City (Irl), Nova Gorica (Slo), Hajduk Split (Cro), NK Rijeka (Cro), Slaven Koprivnica (Cro), Rabotnicki Skopje (Mac), HJK Helsinki (Fin), Honka Espoo (Fin), sowie Mannschaften aus Den, Isr (2x), Pol, Slo, Hun.

Qualirunde 4 (20./27. August)

Hier sind wir sicher nicht gesetzt. Möglich - weil gesetzt - sind:

PSV Eindhoven 3 (Ned), Zenit St. Petersburg (Rus), Benfica (Por), Ajax (Ned), Everton (Eng), Club Brugge 3 (Bel), Heerenveen (Ned), Rosenborg BK (Nor), Cupsieger (Ger), sowie ein Club aus Ita.

Unter jenen Teams, deren Position (gesetzt oder ungesetzt) noch unklar ist, ist auch Anorthosis Famagusta, d.h. es kann durchaus zu einem Wiedersehen kommen - wenn RAPID bis in diese Runde kommt. 

Lazio Roma (Ita), Aston Villa (Eng), Athletic Bilbao 3 (Esp), Red Star Belgrade (Srb), Anorthosis Famagusta (Cyp), Krylia Sovetov Samara 3 (Rus), En Avant Guingamp (Fra), Helsingborg IF (Swe), Amkar Perm (Rus), sowie Cupsieger aus Den, Ukr, Rom, Gre, Sco, Bel, Bul, Cze, sowie Mannschaften aus Esp(2x), Ger(2x), Fra, Eng, Bul, Sui(2x), Fra, Ita, Den, Gre, Rom, Por, Tur