Montag, 25. Mai 2009

Mehr Wettbewerb für größere Spielstärke

Das fehlende Kapital wird bemängelt. Und das wird es in Österreich wegen zu kleiner Öffentlichkeit nicht geben.

Nur, wenn man mit größeren/internationalen Zuschauerzahlen aufwarten kann, kommen größere/internationale Sponsoren ins Spiel. Mit Orange/OMV liegen wir nicht so schlecht aber Ottakringer und Wien Energie sind nur lokale Größen.

Doch wie wird man internationaler? Wie kommt man zu mehr Geld? Man muss etwas Unorthodoxes versuchen!

Wie die Schweiz lassen wir die zehn besten Mannschaft sich in einem inzuchtartigen System im Kreis drehen. Die Teams lernen wenig dazu, weil die Gegner von Heute in wenigen Wochen wiederkommen. Kaum bekommen wir einen etwas anders (vielleicht gar nicht so viel besser) spielenden Gegner vorgesetzt, schwimmen wir.

Machen wir ein kurze Landesmeisterschaft mit z.B. 14-16 Teams (Juli-Dezember/März, Hin- und Rückspiel) und setzen wir eine internationalisierte Meisterschaft dahinter an der die zwei besten Mannschaften von zum Beispiel 6 Ländern teilnehmen (A, CH, CZ, H, SK, SLO) und erst diese nehmen dann an den Europa-Bewerben teil; die ersten drei in der CL, die anderen in der EL.

In dieser zweiten Phase gibt es mehr Geld für die Vereine, weil mehr Zuschauer kommen und außerdem haben die besten Mannschaften sinnvolle Sparringpartner und müssen nicht in der CL/EL-Vorbereitung gegen unterklassige Gegner spielen. Und es wäre nicht nur ein Training sondern es ginge auch um was, nämlich um die Teilnahme an einem lukrativeren Bewerb (CL).

PS: Dass man jetzt nicht über die Gruppenphase spekulieren und von einer Teilnahme träumen dürfte, scheint mir fast unmenschlich, denn was sonst als Träume gibt uns ein Ziel? Wer hätte bei der letzten CL-Teilnahme nach dem 1:1 in Wien auf RAPID gesetzt? Geschafft haben wir's, weil eben im Fußball so wenig berechenbar ist.

Aktueller Rapid-Sturm ist top

An absoluten Toren liegt Jelavic hinten aber bei den Torminuten ist er vorne mit dabei. Im Schnitt schießt Maierhofer alle 117 Minuten ein Tor (das ist auch der Schnitt von Hans Krankl). Jimmy Hoffer liegt bei 128 Minuten (er spielt schon länger und hatte nicht immer die Torerfolge der aktuellen Saison). Aber Jelavic liegt bereits bei 144 Minuten. Dazu kommt eben, dass Maierhofer 50 Einsätze mit 3983 Spielminuten (80 Minuten pro Einsatz) hat und Jelavic 28 Einsätze mit 1156 Minuten (41 Minuten pro Einsatz) d.h. Jelavic kommt viel kürzer und seltener zum Einsatz. Und dafür hat er eine sehr gute Torquote. Zum Vergleich: nach ihm kommt lange nichts (aus der Jetztzeit) und dann Rene Wagner (191 Minuten pro Tor)

Lawaree (212  Minuten pro Tor)
Bilic (217 Minuten pro Tor)
Wallner  (234)
Akagündüz(241)
Kincl (266)
Steffen Hofmann (301)

Wir können mit unserem Sturm auch in historischen Dimensionen sehr zufrieden sein, denn die RAPID-Vergangenheit ist ein ziemlich strenger Maßstab. Jelavic liegt gleich auf mit Peter Pacult (als Spieler) und vor Fjörtoft, Carsten Jancker, Alfred Körner, Zlatko Kranjcar, Christian Stumpf, Dejan Savicevic, Antonín Panenka, Peter Hrstic, Leopold Grausam, Gustl Starek, Robert Körner.

Hoffer und Maierhofer hätten das Zeug, zu den ganz Großen aufzuschließen. Aber ob wir heutzutage einen Bimbo Binder und Josef Uridil mit jeweils 72 Minuten pro Tor erreichen könnten (und das über einen sehr langen Zeitraum mit Verletzungspausen) ist fraglich.

Samstag, 23. Mai 2009

110 Jahre Rapid in Zahlen

110 Jahre RAPID, 98 Jahre Bewerbspiele. Hier die Zusammenfassung

Zuschauer 37.369.809
Spielminuten 295.650 = 6m25d7h30'

Tore 12.414
Tore-Rapid 8.079
Tore-Gegner 4.335

Spiele 3.285

National 2.989
International 296

Heim 1.627
Auswärts 1.620

Siege 1.853
Unentschieden 624
Niederlagen 769

Spieler 635

Schiedsrichter 599
National 355
International 244

Gegner 232
National 128
International 104

Stadien 209
National 113
International 95

Saisonen 98

Trainer 40

Länder 34

Bewerbe 13

Teilnahmen 240

Titel 55

ToreProSpiel 3,78

Spielstätten 3

RAPID 1

Die Zuschauerzahlen sind sicher höher, weil für die ersten Meisterschaftsjahre keine Zahlen erfasst wurden (Man könnte die Zahlen aus einigen bekannten Zahlen hochrechnen). Bei den Spielminuten fehlen die Nachspielzeiten, ist aber nicht weiter tragisch.

Die meisten Zahlen sind natürlich abgeschrieben - aber praktisch alle, die solche Zahlen verwalten müssen sie zunächst einmal abschreiben (meine Quelle war das RAPID-Archiv). Aber jetzt aktualisiere ich sie brav nach jedem Match.

Hier noch drei Zahlen:
Seit der Einführung der Karten hat RAPID
2637 Gelbe
57 Gelbrote und
143 Rote Karten kassiert.

Freitag, 22. Mai 2009

Mögliche Rapid-Gegner in der EUROPA-League

Mich hat interessiert), welche Teams konkret für die drei Qualirunden in Frage kommen und (hoffe), die Seiten des Holländers richtig zu deuten. Fast interessanter als die bereits feststehenden Teams sind die, die unter "sowie Mannschaften aus..." angeführt sind.


Qualirunde 2 (16./23. Juli)

RAPID gesetzt.

FC Lahti (Fin), Suduva Marijampole (Lit), FBK Kaunas (Lit), Vetra Vilnius (Lit), Sligo Rovers (Irl), Metalurgs Liepaja (Lat), Skonto Riga (Lat), Dinaburg Daugavpils (Lat), Dinamo Minsk (Bls), MTZ-Ripo Minsk (Bls), Sloboda Tuzla (Bos), FK Sarajevo (Bos), Slavija Sarajevo (Bos), Olimpi Rustavi (Geo), FC Zestafoni (Geo), Dacia Chisinau (Mol), Iskra-Stal Ribnita (Mol), Zimbru Chisinau (Mol), KR Reykjavik (Isl), Keflavik (Isl), FC Vaduz (Lie), Flora Tallinn (Est), KS Flamurtari Vlorë (Alb), Tobol Kustanai (Kaz), Ararat Yerevan (Arm), Bangor City (Wal), Crusaders Belfast (Nir), HB Torshavn (Far), OFK Petrovac (Mon), sowie Mannschaften aus Lux, Slo, Bls, Hun (2x), Mac, Isl, Azb, And, Mlt, Sma

Qualirunde 3 (30. Juli/6. August))

Hier ist noch unklar, ob RAPID gesetzt oder ungesetzt sein wird aber hoffen wir einmal - so wie im Vorjahr - dass wir (knapp) gesetzt sind.

AA Gent (Bel), Vålerengen IF (Nor), Fredrikstad FK (Nor), Dinamo Tbilisi / (Geo), Vojvodina Novi Sad (Srb), FK Sevojno (Srb), APOP Kinyras Peyias (Cyp), Omonia Nicosia (Cyp), IFK Göteborg (Swe), MFK Kosice (Svk), Spartak Trnava / (Svk), St. Patrick's Athletic (Irl), Derry City (Irl), Nova Gorica (Slo), Hajduk Split (Cro), NK Rijeka (Cro), Slaven Koprivnica (Cro), Rabotnicki Skopje (Mac), HJK Helsinki (Fin), Honka Espoo (Fin), sowie Mannschaften aus Den, Isr (2x), Pol, Slo, Hun.

Qualirunde 4 (20./27. August)

Hier sind wir sicher nicht gesetzt. Möglich - weil gesetzt - sind:

PSV Eindhoven 3 (Ned), Zenit St. Petersburg (Rus), Benfica (Por), Ajax (Ned), Everton (Eng), Club Brugge 3 (Bel), Heerenveen (Ned), Rosenborg BK (Nor), Cupsieger (Ger), sowie ein Club aus Ita.

Unter jenen Teams, deren Position (gesetzt oder ungesetzt) noch unklar ist, ist auch Anorthosis Famagusta, d.h. es kann durchaus zu einem Wiedersehen kommen - wenn RAPID bis in diese Runde kommt. 

Lazio Roma (Ita), Aston Villa (Eng), Athletic Bilbao 3 (Esp), Red Star Belgrade (Srb), Anorthosis Famagusta (Cyp), Krylia Sovetov Samara 3 (Rus), En Avant Guingamp (Fra), Helsingborg IF (Swe), Amkar Perm (Rus), sowie Cupsieger aus Den, Ukr, Rom, Gre, Sco, Bel, Bul, Cze, sowie Mannschaften aus Esp(2x), Ger(2x), Fra, Eng, Bul, Sui(2x), Fra, Ita, Den, Gre, Rom, Por, Tur

Keine Freude Mit UEFA-Wertung

Diese Punktewertungen führen ein Eigenleben und existieren irgendwie abseits der realen Fußballwelt.

Aber: Eine Mannschaft, die es innerhalb einer Liga in die internationalen Ränge schafft, hat das höhere Spielniveau eben dieser Liga erreicht. Und die Spielstärke diese Clubs wäre ähnlich, wie jene seines Nachbars in der Tabelle einzustufen.

Wenn aber Austria und Ried/Sturm in die Europa-Liga einziehen, dann haben die die beiden Vereine ganz unterschiedliche Voraussetzungen zum Weiterkommen. Also mir erscheint das kurios, dass ein Erfolg, der von drei Jahren eingefahren wurde mit dem Jetzt und Heute etwas zu tun hat. Nichts ist gleichgeblieben; weder die Mannschaft, noch der Trainer und auch nicht die finanziellen Rahmenbedingungen, die eine Grundlage für den sportlichen Erfolg sind. Ganz krass ist es etwa beim GAK. Laut UEFA ist die Spielstärke österreichischer Clubs so gereiht: Austria, GAK, RAPID, Salzburg.

Also wenn ein Ranking so daneben liegt, dann kann man damit nicht zufrieden sein. Man sollte es verbessern und zwar so, dass dem Länderkoeffizienten ein höherer Stellenwert gegeben wird. Was ein österreichischer Klub an Erfolgen einfährt, kommt den anderen Clubs zu Gute. Das ist im Prinzip ohnehin so aber eben zu wenig. Der Zufallscharakter punktueller Erfolge hat zu viel Gewicht.

Freitag, 1. Mai 2009

Mehr Sport, auch beim Budget

Vor der Begegnung gegen RedBull

Das Sportliche am Sport, nämlich eine geregelte Auseinandersetzung mit gleichen Waffen, die den jeweiligen Sieger als den Besseren ermitteln, wird im heutigen Fußball auf der Ebene der Finanzierung der Vereine ordentlich auf den Kopf gestellt, weil hier allein die Regel gilt, dass man das Budget für die jeweils nächste Saison aufgestellt haben muss, aber nicht danach fragt, woher das Geld kommt.

Solange das Geld aus den Eintrittsgeldern, den Mitgliedsbeiträgen und auf dem für alle gleichen Markt der Sponsoren und Fernsehstationen erwirtschaftet werden muss, besteht Waffengleichheit und wir können unserem Verein entscheidend helfen, vorne mitzumischen.

Während man das Wiener Derby noch als einigermaßen sportlich bewerten kann, haben die Begegnungen mit RB eine gehörige Schieflage.

Daher hat die Begegnung mit RB eine viel höhere symbolische Bedeutung und ein Sieg gegen RB wäre ein Sieg des klassischen Fußballs gegen ein Prinzip, das dem diametral entgegensteht.

Ich wünsche mir daher von der Mannschaft einen ähnlichen Einsatz wie gegen unsere Lieblingsfeinde, um wieder einmal ein Zeichen für das Sportliche am Fußball zu setzen. Auch, wenn wir nicht Meister werden sollten: dieser Sieg wäre immerhin ein Zeichen, dass am Spielfeld der Sport regiert und nicht das Geld.

Überhaupt sind die Meistertitel der letzten Jahre von Sturm Graz, GAK und Innsbruck auf eine unsportliche Art erkämpft worden, die bei Einbeziehung der finanziellen Gebarung etwa wie beim Doping abzuerkennen wären. D.h. Meistertitel wird nur dann vergeben, wenn er nicht durch Betrug zustande kam. Mehr Sportlichkeit bei der Lizenzvergabe!