Freitag, 1. Mai 2009

Mehr Sport, auch beim Budget

Vor der Begegnung gegen RedBull

Das Sportliche am Sport, nämlich eine geregelte Auseinandersetzung mit gleichen Waffen, die den jeweiligen Sieger als den Besseren ermitteln, wird im heutigen Fußball auf der Ebene der Finanzierung der Vereine ordentlich auf den Kopf gestellt, weil hier allein die Regel gilt, dass man das Budget für die jeweils nächste Saison aufgestellt haben muss, aber nicht danach fragt, woher das Geld kommt.

Solange das Geld aus den Eintrittsgeldern, den Mitgliedsbeiträgen und auf dem für alle gleichen Markt der Sponsoren und Fernsehstationen erwirtschaftet werden muss, besteht Waffengleichheit und wir können unserem Verein entscheidend helfen, vorne mitzumischen.

Während man das Wiener Derby noch als einigermaßen sportlich bewerten kann, haben die Begegnungen mit RB eine gehörige Schieflage.

Daher hat die Begegnung mit RB eine viel höhere symbolische Bedeutung und ein Sieg gegen RB wäre ein Sieg des klassischen Fußballs gegen ein Prinzip, das dem diametral entgegensteht.

Ich wünsche mir daher von der Mannschaft einen ähnlichen Einsatz wie gegen unsere Lieblingsfeinde, um wieder einmal ein Zeichen für das Sportliche am Fußball zu setzen. Auch, wenn wir nicht Meister werden sollten: dieser Sieg wäre immerhin ein Zeichen, dass am Spielfeld der Sport regiert und nicht das Geld.

Überhaupt sind die Meistertitel der letzten Jahre von Sturm Graz, GAK und Innsbruck auf eine unsportliche Art erkämpft worden, die bei Einbeziehung der finanziellen Gebarung etwa wie beim Doping abzuerkennen wären. D.h. Meistertitel wird nur dann vergeben, wenn er nicht durch Betrug zustande kam. Mehr Sportlichkeit bei der Lizenzvergabe!
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