Mittwoch, 28. Oktober 2009

Peter Pacult 50

Aller Anfang ist schwer.

Pacult hat 13 Spiele gebraucht, um RAPID wieder auf die Siegerstraße zu führen. Von den ersten 13 Spielen wurde nur eines (Mattersburg H 4:1) gewonnen, alle anderen Heimspiele waren unentschieden, auswärts gab es 5 Niederlagen, darunter das Erstrunden-Aus im Cup gegen Vienna).

Vergleichen wir mit den letzten 13 nationalen Spielen, zählen wir 10 Siege, 2 Unentschieden und eine Niederlage (Sturm).

Das kann sich sehen lassen!

Alles Gute und vor allem wünschen wir Dir (und uns) einen Sieg heute Abend.

Toni Polster im Himmel










Dienstag, 27. Oktober 2009

Rassismus im Fußball

Die Bekämpfung von Rassismus ist ein zentrales Anliegen der internatonalen Fußballverbände UEFA und FIFA

Klare Kampfansage an Rassismus http://de.uefa.com/uefa/socialresponsibility/antiracism/index.html

Diese Aktion ist offenbar nötig, weil gerade in Fußballstadien immer wieder rassistische Äußerungen beobachtet werden. Diese Aktion erscheint als eine Art Erziehungsprojekt zur Zivilisierung der Fußballfans nachdem es der Familie und den Schulen offenbar nicht gelungen ist.

Aber ist nicht der Fußball selbst eine Art Lehrmeister für Rassismus? Ober umgekehrt: sollen nicht gerade vorhandene Aggressionen durch den Blitzableiter Fußball ausgelebt werden?

In England ist Antirassismus Bestandteil der Stadionordnung.



Tafel im "The Den" (Stadion von Millwall)

Diese Tafel steht aber in krassem Gegensatz zu Ausschreitungen, die 2009 bei einem Cup-Spiel zwischen Millwall und Westham mit Erschrecken beobachtet wurde. http://www.n-tv.de/sport/fussball/Klubs-drohen-harte-Strafen-article478826.html

Denn wer genau diese "Rasse" ist, gegen die sich die Emotionen richten, ist nicht immer und überall dasselbe. In Ungarn sind es eher Roma, in Österreich eher Moslems. Und hier in Wien waren es früher eher die Tschechen, jetzt eher die Türken. Und diese Rolle übernimmt beim Fußball der Gegner. Und gegen diesen Gegner richtet sich der kollektive Zorn. Eine durch das Areal des Stadions kontrolliere Energievernichtung. Leicht kann es bei so einem "Kochtopf" passieren, dass das Sicherheitsventil nicht funktioniert und sich die heiße Suppe über das Stadion hinaus ergießt.

Richtet sich daher die FIFA-Aktion gewissermaßen gegen das eigene Produkt, den Fußball?

Fußball ist kultivierter Rassismus. Fußballsport ist ein Ventil für Emotionen, die gesellschaftlich eigentlich geächtet sind. Wo sonst als im Fußballstadion kann ein Kontrahent derartig beschimpft werden, wie es in manchen Fangesängen geschieht. (Eventuell im Parlament, weil sich die Herren dort eine Immunität verordnen.) Daher ist Fußballsport aus meiner Sicht - übertrieben gesagt - kultivierter Rassismus, wobei der Gegner das virtuelle Feindbild abgibt. Aber eben nur im Stadion und nur den Fußball betreffend und mit keinerlei Bezügen zur Politik; anderswo kann ja auch mit einem violetten ein Bier trinken, denn der ist ja im Prinzip aus demselben Holz geschnitzt. Wenn dieser "Rassismus im Reagenzglas" dann und wann überkocht, ist das nicht ganz so verwunderlich, denn "Fußball ist mehr als nur ein Sport. Fußball ist Euphorie, Religion und Droge zugleich."

Montag, 26. Oktober 2009

Neuauflage des Mitropa Cups

Ich bin ein Sympathisant einer Neuauflage eines Mini-Mitropacup. Die Eishockey-Liga macht es ein bisschen vor, allerdings haben die keine internationalen Bewerbe zu bestreiten. Die Absicht dieses neuen Cups ist die Hebung des Spielniveaus, um den österreichischen Fußball bei internationalen Bewerben konkurrenzfähiger zu machen.

Variante I

Dieser "Mini"-Mitropacup hätte folgenden Ablauf:

Die teilnehmenden Länder bestimmen ihre internationalen Teilnehmer so wie bisher, allerdings mit einem früheren Meisterschaftsende.

Die einzelnen Ligen werden in der Größe so angepasst, dass die Meisterschaft März/April zu Ende ist und der nationale Meister feststeht (zum Beispiel zwei Runden einer 14er- oder 16er-Liga). Diese nationale Meisterschaft bestimmt, welche Vereine international spielen.

Danach absolvieren diese Mannschaften ein internationales Turnier, den Mini-Mitropacup. Der hat den Vorteil, dass die spielstärksten Mannschaften internationale Erfahrung sammeln können und auf ähnlich starke Teams treffen. Die beste Vorbereitung für die CL/EL. (Rapid hat heuer mit den beiden Spielen gegen Liverpool und Schalke auch einen gewissen Trainingsvorteil gehabt.)

Damit dieser Cup nicht nur ein reines Trainingsturnier bleibt, hat er auch eine Funktion, nämlich bestimmt er die Einreihung der Mannschaften in CL oder EL. Es kann daher sein, dass ein Land seinen CL-Platz bei diesem Tournier verliert oder auch einen dazugewinnt.

Gegenüber der UEFA-Einteilung ergibt sich keine Änderung, lediglich die für ein Land vorgesehenen Plätze werden je nach Ausgang des zusätzlichen Wettbewerbs eventuell von anderen Mannschaften belegt.

Nachteil eines solchen übernationalen Wettbewerbs ist, dass die nicht in den Spitzenrängen gelandeten Mannschaften geringere Einnahmen hätten.

Der Vorteil ist, dass man interessante internationale Spiele im Lande hat, auch dann, wenn eine österreichische Mannschaft nicht gerade in das Finale der europäischen Bewerbe vorgestoßen ist und, dass die Teilnehmer bei internationalen Bewerben bestens vorbereitet ins Rennen gehen.

Variante II

Eine zweite Variante eines solchen internationalen Cups wäre eine Internationalisierung der nationalen Cup-Bewerbe in einem kleinen Rahmen umliegender Länder:

Unser Cup (und wahrscheinlich auch der Cup der benachbarten Länder) ist nicht der attraktivste Bewerb.

Man könnte den Cup internationalisieren und ab Beginn oder ab einer bestimmten Runde die Teilnehmer aus mehreren Ländern rekrutieren. Durch eine Steuerung des Auslosungsverfahrens kann man erreichen, dass möglichst immer Mannschaften verschiedener Länder beteiligt sind.

Es spielt also in der ersten Runde nicht RAPID-Parndorf sondern etwa Krumlov-Rapid und Parndorf-Sparta Prag und wenn die nächste Begegnung dann zum Beispiel St-Veit-Young Boys Bern lauten würde, müssten die St-Veiter vielleicht sogar in das Klagenfurter Stadion ausweichen.

Nachteil sehe ich keinen besonderen, denn die Vergabe der Plätze in der Europa-Liga muss nicht unbedingt mit dem Cup gekoppelt sein.

Der Vorteil wäre die enorme Aufwertung des Cup-Bewerbs. Statt wenig interessanter und wenig besuchter Cup-Runden bekämen wir vielleicht das Gegenteil, nämlich volle Stadien.

Freitag, 23. Oktober 2009

Dritte Runde Europa Liga

Folgewirkung der dritten Runde

Trotz Niederlage verbessern sich in der dritten Runde unsere diversen Koeffizienten dank Salzburg und VTK. Im Landesranking verlieren wir zwei Plätze

(+) Landeskoeffizient 2009/10
27.5 (24.5 (19.5))

(+) Landeskoeffizient pro Team 2009/10
6.875 (6.125 (4.875))

(~) Ranking des Landeskoeffizienten
3 (3 (3)): ENG, ES, A, DE, ISR, F...

(+) Teamkoeffizient RAPID
0.2 * 6.125 + 2 (HSV) + 1 (Celtic) = 4.375 (4.2250 (2.975))

(+) Teamranking Punkte (letzte 5 Jahre)
10.415 (10.265 (9.015))

(-) Teamranking Platz
146 (145 (155)) gemeinsam mit den Dosen, VTK 101 (100)

(-) Landesranking 2010
22 (20)

17.075 (16.325)

Freitag, 2. Oktober 2009

Wie wird man Rapid-Fan?

Wenn ich an meinen eigenen "Weg zu RAPID" zurückdenke, dann war es tatsächlich ein Schritt-für-Schritt-Prozess. Aus einem Sympathisanten wurde ein gelegentlicher Besucher, ein Mitglied, ein Kurzabonnent für die Sommersaison auf der Nord und schließlich ein Dauergast bei möglichst vielen RAPID-Spielen und -Veranstaltungen und auch Mitglied bei einem der zahlreichen Fangruppierungen. Und auf jeder Stufe verweilt man einige Zeit, findet Gefallen oder eben nicht.

Man muss bedenken, dass Menschen ihre Freizeit anderswie einteilen müssen. Das geht nicht von einem Tag auf den anderen. Auch Menschen, die bisher ohne Terminkalender ganz gut (in den Tag hinein) gelebt haben, müssen umdenken. Man ist ja in der "Frei"zeit gar nicht mehr frei, sondern muss - so wie gestern - sogar den Kaiser, der in ORF1 läuft, aufzeichnen.

Diese Bindung an RAPID gelingt umso besser, je mehr dabei der Besucher in die RAPID-Gemeinschaft integriert ist, also beispielsweise Mitglied eines Fanclubs ist oder - so wie ich - einige Jugendliche begleitet und dadurch der Besuch der Spiele zum Festpunkt wird und andere Aktivitäten wie Urlaube zurückgestellt werden.

Mir ist aufgefallen, dass von den mehr als 150 Fanclubs nur die Ultras am Tag der offenen Tür aktiv um Mitglieder werben. Was die Interaktion mit diesen neuen Mitgliedern verbessern könnte, wäre eine Liste von Treffpunkten von Fanclubs - sofern diese das wünschen.

Wie erreicht man, dass Nur-Wegen-Der-Einstrittskarte-Mitglieder zu echten RAPID-Anhängern werden, sodass sie nicht nur bei den attraktiven Spielen sondern auch bei allen anderen Spielen an Bord sind?

Diese Adabeis kommen tatsächlich nur wegen des Spiels und haben keine sonstige Bindung zu einer Gruppierung, fühlen sich also nicht als Bestandteil der engeren RAPID-Familie.

Einem solchen Neueinsteiger sollte es einfacher gemacht werden, sich einer Fangruppe anschließen zu können. Das kann zum Beispiel so geschehen, dass die Fanclubs (sofern sie das wollen) bekannt geben, was konkret ihr Background ist und wann wie sich wo treffen. Diese Angaben werden pro Saison auf einem Blatt "Rapid-Fankalender 2010" zusammengefasst. Der Neueinsteiger kann dann den einen oder anderen Abend bei einem Fanclub verbringen und bei Gefallen sesshaft werden.

Erst durch diese sozialen Bindungen wird der Spruch "You'll never walk alone" gelebte Realität und der Sympathisant wird zu einem Mitglied der RAPID-Familie.

Zweite Runde Europa-Liga

Folgewirkung der zweiten Runde

Diese Runde hat wieder erfreuliche Auswirkungen auf unsere diversen Koeffizienten. Die Zahlen in Klammer sind der entsprechende Wert nach der ersten Runde.

Was den Landeskoeffizienten für die heurige Saison anlangt sind wir immer noch auf Platz 3. Hinter uns: Italien, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Rumänien. Vor uns nur Spanien und England, die aber mit 7 Teams.

Im Teamranking ist RAPID um 10 Plätze vorgerückt. Das geht heuer besonders schnell, weil wir stark vertreten sind und von den anderen A-Vereinen mit 20% partizipieren.

(+) Landeskoeffizient 2009/10
24.5 (19.5)

(+) Landeskoeffizient pro Team 2009/10
6.125 (4.875)

(~) Ranking des Landeskoeffizienten
3 (3): ENG, ES, A, DE, ISR, F...

(+) Teamkoeffizient RAPID
0.2 * 6.125 + 2 (HSV) + 1 (Celtic) = 4.2250 (2.975)

(+) Teamranking Punkte (letzte 5 Jahre)
10.265 (9.015)

(++) Teamranking Platz
145 (155) gemeinsam mit den Dosen, VTK 101 (100)

Landesranking 2010
Platz 20 ... CY, N, ISR, A, SK, S, SRB, PL, CR ...

Punkte 16.325