Mittwoch, 23. Juni 2010

Erster Qualigegner Suduva aus Litauen

Der erste Gegner in der Qualifikation zur Europa-Liga ist Suduva Marijapole aus Litauen.
Ohne genauere Kenntnis des Gegners schaut es nach den Zahlen so aus:

FIFA-Weltrangliste

Österreich: 68 Litauen: 49

Die österreichische Nationalmannschaft wird also schlechter gereiht als die litauische. Im Klubfußball schaut es aber anders aus:

UEFA Country-Ranking 2010

Österreich: 19 Litauen: 32

UEFA:Country-Coefficient (Erfolge in europäischen Bewerben 2009/10)

Österreich: Platz 9 (9.375) (beachtlich!) Litauen: Platz 40 (1.250)

Team-Koeffizient (Erfolge in europäischen Bewerben 2009/10)

RAPID: 61 (RB 29, Sturm 70, Austria 76) Suduva 194

UEFA-Team-Ranking (5-Jahreswertung)

RAPID 137 (RB 99, VTK 108, Sturm 178) Suduva 245

"Die Sterne (Zahlen) stehen gut."

Montag, 21. Juni 2010

Titel ohne Wert

Heute ist Auslosung zu den ersten Runden der Europaliga. Wieder einmal. Was kann man erreichen? Bestenfalls die Gruppenphase - mit viel Glück. Dann ist meist Endstation. Der Weg zur Endrunde ist weit; etwa 20 Spiele. Früher war vieles anders.

Rapid-Titel der Vergangenheit und ihre Spiele

Mitropacup 1930

1:1 Genua 1893 (Vorrunde)
6:1 Genua 1893 (Vorrunde)
5:1 Ferenzvaros (Zwischenrunde)
0:1 Ferenzvaros (Zwischenrunde)
2:0 Sparta Prag (Finale)
2:3 SpartaPrag (Finale)

Zentropacup 1951

5:0 Lazio Rom
3:2 Wacker Wien

Vergleiche mit heute sind allerdings nicht fair. Spieler in dieser Zeit waren aus heutiger Sicht überwiegend Amateure, die einem Beruf nachgingen.

Dieser weite Weg "20 Spiele bis Dublin" hat zur Folge, dass wir alljährlich immer dieselben Großklubs in den Finalspielen sehen.

Was uns abgeht, sind - nach meiner Ansicht - überregionale Bewerbe, etwa mit den Nachbarländern. Erst die Gewinner dieser Bewerbe sollten in gesamteuropäischen Rahmen auftreten. Das würde den besseren Mannschaften der kleineren Ligen auch einmal Erfolgserlebnisse verschaffen.

Aber so lautet unsere Erfolgsbilanz: "Gruppenphase irgendeiner Europaliga". Ein Titel ohne Wert.

Samstag, 12. Juni 2010

Unser Einfluss auf Fußballspiele

Heute, am Samstag hörte ich in Ö1 die "Gedanken zum Tag" von Manuel Rubey. Er sprach darüber, dass er das Gefühl hatte, dass seine Anwesenheit bei einem Fußballspiel seiner Mannschaft das Ergebnis beeinflussen würde; er hat es aber gleichzeitig als einen irrationalen Gedanken abgetan.

Ich frage mich schon lange, was genau der Grund ist, dass die Menschen in die Stadien pilgern, wo man doch Spiele zu Hause am Fernseher viel einfacher beobachten kann.

Außerdem frage ich mich, was zum Beispiel beim gestrigen Spiel Frankreich-Uruguay passiert wäre, hätte es den Luftballon nicht auf das Spielfeld getrieben und hätte der Schiedsrichter nicht veranlasst, den Luftballon zu entfernen. Aber was auch immer für ein Detail wir aus dem Geschehen herausgreifen: der Spielverlauf wird danach immer ein anderer sein als ohne dieses Detail.

Das betrifft nicht nur den für alle sichtbaren Luftballon, es betrifft auch alle Ereignisse rund um das Geschehen am Platz, die einen Einfluss auf die Handlungen der Akteure am Spielfeld haben können, seien es die Vuvuzelas, ein Aufschrei des Publikums bei einer spannenden Szene, Pfiffe... Natürlich sagen alle Profis, dass sie diese Dinge nicht tangieren aber alle haben Einfluss, denn jede Ballberührung ist nur prinzipiell gewollt, im Detail geht es um Millimeter, die nicht vorhersagbar sind und die auf eine unglaubliche Zahl vorangegangener Zufälligkeiten und deren Verkettung zurückgehen.

In diesem Sinne ist auch die Entscheidung eine Fans, an einem Spiel als Fan teilzunehmen oder es eben nicht zu tun, eine Einflussnahme auf das Geschehen. Natürlich stehen im Endeffekt bei Spielbeginn die beiden Mannschaften in einer Reihe und die Hymnen werden gespielt. Ob allerdings der Ankick von Anelka und der folgende Steilpass zu Ribery (bei der Besprechung wie eine Eröffnung im Schach geplant) so ausfällt wie wir es gesehen haben oder ob sich daraus eine gefährliche Flanke oder gar ein Tor ergibt (was auch immer, es hätte einen ganz anderen Spielverlauf zur Folge gehabt), das "steht bei Spielbeginn in den Sternen" oder es wird durch eine unübersehbare Folge vorangegangener Zufälle getragen, deren Kette man durchaus bis zu einem einzelnen Fan zurückverfolgen kann.

Bei der beliebten Fernsehsendung "Was gibt es Neues?" hatte dieses Phänomen des Einflusses von Kleinigkeiten auf die Weltgeschichte den Namen "Cleopatras Nose Theory", die genau dasselbe besagt: die Weltgeschichte wäre ganz anders verlaufen, wäre die Pharaonin weniger hübsch gewesen.

Schade nur, dass wir nicht wissen, in welcher Richtung wir das Ergebnis mit unserer Teilnahme beeinflussen, denn wiederholen kann man das Experiment ja nicht. Man könnte fast meinen, dass wir zur Vorstellung tendieren, ein Opfer bringen zu müssen, damit unser Wunsch nach einem Sieg in Erfüllung gehen möge. Und das würde bedeuten, dass ein Aufwand unserseits positiv wirkt, etwa in dem Sinn: viele Fans, viel Erfolg.

Freitag, 4. Juni 2010

Violette zu Rapid?

Der Wechsel von Christoph Saurer vom LASK (vorher aber bei Austria Wien) zu Rapid hat eine ideologische Diskussion darüber ausgelöst, ob man mit dem Engagement von Spielern mit violetter Vergangenheit seitens der Clubführung nicht vorsichtiger sein sollte.

Das Religiöse hat immer auch etwas Irrationales an sich, anders geht das ja gar nicht.

Beispiel: die beiden Trainer mit violetter Vergangenheit

Damals, als Hickersberger Rapid zum Meistertitel führte, waren die "Hicke"-Rufe unüberhörbar und das obwohl Pepi 112 Spiele für die Violetten als Spieler und auch zwei Jahre als Trainer absolvierte.

Peter Pacult hat 32 Spiele für die Violetten absolviert und war dort nicht Trainer. Er hat den Pepi hinsichtlich der Leistungen schon hinter sich gelassen, doch lässt eine Belohnung dieser Leistungen seitens der Kurve auf sich warten.

Bei jungen Spielern - und Christoph Saurer war gerade 9 als er zur violetten Jugend kam - muss man berücksichtigen, dass er in diesem Alter keine eigenständige Entscheidung treffen konnte, denn die trafen seine Eltern, und das oft aus rein pragmatischen Gründen und nicht wegen einer Ideologie; zum Beispiel, weil sie in der Nähe der Trainingsplätze wohnen.

Und ihm das vorzuwerfen, ist ähnlich wie Sippenhaftung.

(Wir verlieren ja auch kein Wort darüber, dass Vater Drazan ein Austrianer war. Er hat sich eben für seinen Sohn anders entschieden, weil er meint, dass er bei Rapid bessere Chancen hat. Na, und stimmt das nicht?)

Der Spielerwechsel zwischen grün-weiß und violett - und da insbesondere die Richtung - wäre eine Untersuchung wert.

Mir ist lieber, ein Spieler kommt zu Rapid, weil er meint, seiner Karriere etwas Gutes zu tun als er geht - zum Beispiel wegen ein paar Euro (oder mehr) von uns zur Austria. Der Wechsel von LASK zu Rapid ist für Christoph Saurer sicher nicht einfach nur ein neuer Arbeitgeber sondern die Chance, bei den besten im Lande mitspielen zu können und nicht irgendwo.

Und wenn wir Glück haben, kann er das zeigen.

Es gibt ja Religionen, von denen kann man sich nicht einfach verabschieden (siehe jüngstes Attentat der Taliban gegenüber einer islamischen Sekte) aber Spielern, die sagen, dass sie sich verbessern und daher zu Rapid kommen wollen, denen sollten wir die Tore des Himmels öffnen, denn sie haben ja schon gesehen, wie es anderswo zugeht.

Rein mit ihnen, ins Paradies.

Unsymmetrien der Sportförderung

Teilnehmer bei rapidfans.at meinen, dass am Verteilerkreis viel professioneller gearbeitet wird.

Ich habe den Eindruck, dass die Professionalität eine ordentliche finanzielle Absicherung seitens der Gemeinde als Rückenwind hat.

Nicht nur, dass die Violetten alle ihre Räumlichkeiten kostenlos im Stadion benutzen können, es werden derzeit auch die winterfesten Trainingsplätze auf der Laaerbergstraße mit Hochdruck fertiggestellt, damit die Zuckerpüppchen im kommenden Winter nicht frieren müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles und auch die Werbeplakate aus dem laufenden Budget bezahlt werden.

Wäre unser Bürgermeister seit dem Abgang von Stronach in die Bresche gesprungen, wären die dort ganz schön gestrauchelt. Nicht nur, dass sie ein höheres Budget haben, sie können es auch in einem höheren Ausmaß für den Spielbetrieb verwenden und nicht für horrende Mieten für Büros und Shop.

Ich würde mir daher etwas mehr Transparenz bei der Verteilung der Sportförderungen durch die Gemeinde wünschen.

Im Unterschied zu den Violetten dürfte deren Budget ausfinanziert sein, das 15/16-Millionen Budget von Rapid aber nur mit etwa 11 Millionen. Und das heißt: wenn wir nicht in die Gruppenphase kommen sollten und/oder 1-2 Spieler gut verkaufen, haben wir wieder ein Budget-Loch von 4 Millionen. Pro Jahr.

Zum Erfolg und/oder zum (Aus)verkauf verdammt.

Donnerstag, 3. Juni 2010

Rapid in Facebook

Es ist in Mode gekommen, dass Spieler in Facebook mit den Fans in Kontakt treten. Praktisch alle Spieler sind in Facebook entweder mit statischen, beschreibenden Seiten oder mit Diskussionsseiten vertreten. Im letzten Monat gab es einen regelrechten Wettbewerb, ob Steffen Hofmann oder die Veilchen mehr Freunde haben. Klarer Sieger: Steffen Hofmann 13.788 (Veilchen 12.590)

Der SK RAPID ist offiziell nicht vertreten aber es gibt genug Sympathisanten, die das für RAPID erledigen.

Hier eine Liste vom 2.6. 2010 mit den jeweiligen Fan-Zahlen.

RAPID Fanseiten (uva.)

32.047 http://www.facebook.com/pages/Vienna-Austria/Sk-Rapid-Wien/14686801135
4.641 http://www.facebook.com/group.php?gid=384136850169
3.016 http://www.facebook.com/group.php?gid=251341695843
270 http://www.facebook.com/group.php?gid=104994239548313

Steffen Hofmann

13.788 http://www.facebook.com/hofmannsteffen
5.397 http://www.facebook.com/group.php?gid=400756230580
890 http://www.facebook.com/group.php?gid=400756230580 (Fake?)

Helge Payer

8.444 http://www.facebook.com/helgepayer

Nikica Jelavic

1.828 http://www.facebook.com/pages/...cOfficial-Page/111998742150147

Raimund Hedl

40 http://www.facebook.com/pages/Raimund-Hedl/108580459162978

Jürgen Patocka

24 http://www.facebook.com/pages/Jurgen-Patocka/112370245441162

Hannes Eder

21 http://www.facebook.com/pages/Hannes-Eder/108193725872372

Markus Katzer

2.025 http://www.facebook.com/markuskatzer

Andreas Dober

6.011 http://www.facebook.com/andidober23

Markus Heikkinen

32 http://www.facebook.com/pages/Markus-Heikkinen/114204565256270

Stefan Kulovits

52 http://www.facebook.com/pages/Stefan-Kulovits/113955618614931?ref=ts

Peter Pacult

100 http://www.facebook.com/pages/Peter-Pacult/108016012560784
154 http://www.facebook.com/pages/Peter-Pacult/119358038074922

Yasin Pehlivan

439 http://www.facebook.com/pages/Yasin-Pehlivan/169944982649

Veli Kavlak

83 http://www.facebook.com/Veli-Kavlak/213236226855

Christopher Drazan

2.594 http://www.facebook.com/pages/Christopher-Drazan/72879652952

Ragnvald Soma (und andere)

http://www.facebook.com/pages/Ragnvald-Soma/107589749270876

Hamdi Salihi

332 http://www.facebook.com/pages/Hamdi-Salihi/161026607683

Rene Gartler

264 http://www.facebook.com/pages/Rene-Gartler/334861640874

Christopher Trimmel

64 http://www.facebook.com/pages/Christopher-Trimmel/109243442427210

Mario Konrad

17 http://www.facebook.com/pages/Mario-Konrad/113521645325076

VTK Offiziell

12.590 href="http://www.facebook.com/fkaustria