Montag, 28. November 2011

Nachlese Legendentreff

Geändert am 2011-11-28 06:39 von Administrator — Kategorisiert als: Lustiges, Rapid

Erzählung Alfred Körner

Schiedsrichter und Spieler stammten oft aus derselben Gegend und kannten sich daher. Der Schiedsrichter, um den es hier ging, kam aus Ottakring.
Alfred Körner zum Schiedsrichter
"Heut' pfeifst wieder an Bledsinn!"
Schiedsricher zum Körner
"Du spielst aber auch nicht besser!"


Leopold Gernhardt über das Match gegen Schalke am 22.6.1941

Nach 20 Minuten stand es 2:0 für Schalke.
Gernhard zu seinem Nebenspieler: "Hast Du schon eine Ballberührung g'habt?" -
"Nein!" - "I a ned!"

Der Grund war der "Schalker Kreisel": 

Alle Mannschaften der damaligen Zeit spielten mit demselben System, das man heute als 2-3-5 bezeichnen würde (5 Stürmer). Jeder Spieler hatte seinen Gegenspieler, auf den er aufzupassen hatte. Die Schalker tauschten aber dynamisch die Rollen (Schalker Kreisel), sodass die Gegner nicht im Bilde waren, auf wen sie eigentlich aufpassen sollten. 

Und auf die Frage von Andy Marek, was dann schließlich den Ausschlag für den Sieg gegeben hatte, die Antwort: "der Binder", der mit seinen wuchtigen Freistößen für die entscheidenden Tore gesorgt hat.

Erzählungen von Ernst Dokupil

Mit einer gesunden Portion Selbstironie spielte er darauf an, dass er sich als Spieler zwar als guter Techniker sah aber dass er einfach zu langsam war.

Er schilderte eine Szene, bei der er eine Flanke vors Tor bringen sollte und sein Flügellauf schaute so aus, dass er (wegen seiner Langsamkeit) den Verteidiger gleich drei Mal überspielen musste, um dann schließlich jenen Mann in der Mitte zu suchen, der alle diese Flanken perfekt auswertete: den Goleador.

Und rückblickend auf seine Trainerkarriere meinte er ironisch, dass er sich selbst als Spieler nicht aufgestellt hätte.

Über das Spiel um die Deutsche Meisterschaft 1941

Montag, 21. November 2011

Es geht aufwärts

Die letzten Spiele von Rapid zeigten einen deutlichen spielerischen Vorsprung zum Rest der Liga. Und mit dem 4:2 gegen RB hat sich die Überlegenheit auch - wie im Spiel gegen Sturm - in sehenswerten Toren niedergeschlagen.

Das Spiel von Rapid hat sich in einer Art gesteigert wie wir das schon Jahre nicht gesehen haben. Phantasievoll, variantenreich, trickreich. Und es war ja nicht irgendwer, gegen den wir da gewonnen haben, es war ein Titelanwärter, den auch Peter Schöttel wegen der zuletzt sieglosen Runden als gefährlich eingestuft hat.

Die Freude der Mannschaft über den gelungenen Freistoßtrick zeigt, dass man den Trainer schätzt. Und auch in den Fanbeziehungen scheint es aufwärts zu gehen wie die Verabschiedung gezeigt hat.

Die Rolle von Steffen Hofmann als "offensiver Libero" oder "Freigeist" wie es die Rapid-Homepage nannte, scheint endlich jene zu sein, in der er seine Qualitäten ausspielen kann.

Betrüblich ist nur, dass Deni Alar die in ihn gesetzten Erwartungen derzeit nicht erfüllt, das haben sogar die nur wenigen Minuten gezeigt, die er am Spielfeld war. Er zeigt eine spielerische Unsicherheit, deren Ursache vielleicht der für ihn ungewohnte Druck ist, der eben bei Rapid herrscht. Ein paar Runden bei den Amateuren, könnten ihn vielleicht aufbauen. Aber fast hat man den Eindruck, dass er dem schnellen Spiel der Amateure auch nicht gewachsen wäre.

Was aber noch schlimmer ist als ein Spieler, der nicht ganz in Form ist, das sind Zuschauer, die "nicht ganz in Form" sind. Ich meine damit hautnah erlebte Spieler- und Trainerbeschimpfungen, wie sie rund um meinen Sitzplatz zu hören sind; nicht die Spieler des Gegners sind dabei aber gemeint, nein, die eigenen. Wie sollen aber Spieler unter dem Stress einer Spielfeldsituation optimal reagieren, wenn sie vor, nach und während dem Spiel hören, wie schlecht sie sind. Bedenken wir, dass die Spieler, die für uns spielen, hochbezahlte Spezialisten sind, für die die gehörten Attribute in keiner Weise zutreffen. Man hat fast das Gefühl, dass sich einzelne Zuschauer den Frust von der Seele schreien, den sie selbst erleben.

Wir können den nächsten Spielen mit Zuversicht in entgegensehen.

Die folgende Grafik zeigt, dass das Tief überwunden ist.


Die Grafik zeigt das Auf und Ab der letzten 100 Spiele und die horizontale Linie den Leistungsmittelwert. Mit dem Spiel gegen RB wurde dieser Mittelwert wieder nach oben überschritten. Noch zu wenig, um sich Chancen auf irgendwas auszurechnen aber es ist nach dem schwierigen Herbst immerhin erfreulich.

Rapid goes Social

Die Seite Social MediaRanking liefert regelmäßig einen Bericht zu der Akzeptanz der Inhalte in den Sozialen Netzen.

Seit einiger Zeit ist auch Rapid im Kreise der Informationsanbieter von Facebook. Das ambitioniert Vorhaben, 100.000 Freunde zu gewinnen, ist dabei nicht so rasch zu erreichen, wie man sich das vorgestellt hat. Der Grund ist etwa folgender:

Man muss bei dem ersten Boom eines solchen Netzes mit dabei sein um die für ein gutes Ranking erforderliche Zahl von "Gefällt mir" zu bekommen; und da war Rapid nicht dabei. Alle die neugierigen Erstuser, die sich umschauen, vergeben zwar den "Gefällt-Mir"-Punkt aber ein großer Teil von ihnen ist keineswegs ein ständiger Gast.

Die erste Facebook-Euphorie ist jetzt aber verflogen und der Zuwachs an neuen Usern sind nicht mehr so stark.

Dennoch hat es Rapid mittlerweile auf über 47.000 User gebracht und hat Sturm-Graz überholt, liegt aber noch hinter der Austria.
Platz
12 RedBull
24 Austria
48 Rapid
59 Sturm

Vergleich Austria-Rapid

Rapid hat bereits mehr Facebook-Fans (47.373) als die Austria (37.581) obwohl diese viel früher gestartet ist. Aber Rapid hat keine Twitter-Präsenz und das macht sich im Gesamtscore bemerkbar.

Ich würde dem Social-Team von Rapid einen Twitter-Account vorschlagen. Der Aufwand dafür ist nicht groß, es ist ja nur ein reiner Text, wie eine SMS. Aber die Wirkung im Ranking ist beachtlich. Ist sicher auch für die Sponsoren interessant.

Google+ ist bei dem Ranking noch nicht vertreten aber das wird noch kommen.

Samstag, 12. November 2011

60 Jahre KdF


Gestern, am 11.11., am 60. Jahrestag der Gründung des KdF feierten die Freunde im Kreis der Rapid-Familie im Schutzhaus am Ameisbach.

Der Beginn war etwas verspätet, weil die am ersten Tisch reservierten Plätze für die Spiele zunächst leer waren. Dabei waren sie gar nicht verspätet, sie waren nur beim falschen Schutzhaus, bei dem auf der Schmelz. Aber dann kamen sie doch: Kapität Steffen Hofmann, Pichler, Nuhiu, Sonnleitner und Schramel. Seitens des Vereins kamen Präsident Edlinger, Manager Kuhn, Tormatrainer Raimund Hedl und Trainer Peter Schöttel. Aus dem Kreis der Legenden kamen Poldi Grausam, Rudi Flögel und Alfred Körner.

Durch das Programm führte Andy Marek.

Nach einem Rückblick über 60 Jahre "Klub der Freunde", präsentiert von Gerhard Niederhuber im Interview mit Andy Marek, sprach der Präsident des SK Rapid die Grußworte an die Jubilare.

Das Highlight dieses Rückblicks auf 60 Jahre Rapid-Geschichte waren die Gespräche mit Rudi Flögel und Alfred Körner. Letzterer sang eine alte Rapid-Hymne. Eine Originalaufnahme wird auch im Archiv des Rapid-Museums zu finden sein.

Wenn ein Verein sich feiert, dürfen Ehrungen nicht fehlen. Geehrt wurden die ältesten Mitglieder, und die Mitglieder mit einem runden Mitgliedsgeburtstag. Es gab auch Geschenke seitens des Vereins. Für die Jugendarbeit wurde ein Betrag von 2.500 Euro an Rapid übergeben. Den Abschluss bildete ein Gruppenfoto des Vorstands.

Ein unterhaltsamer Höhepunkt des Abends war der Auftritt des Kabarettisten und Schauspielers Andreas Steppan.

Das Festessen war eine Frittaten-Suppe, Wiener-Schnitzel mit Erdäpfelsalat und als Nachspeise Süßes aus dem Hause des Bäckers Felber.

Versteigert wurde ein Bild der Siegermannschaft aus dem Jahr 1941 und 1500 Euro.

Den Abschluss bildete eine große Tombola. Der Hauptpreis war eine Reise für zwei Personen nach Barcelona.

Ein tolles Fest in einem gemütlichen Rahmen.

PS: Die alte Rapid-Hymne wurde mit einem Handy aufgezeichnet und kann an Interessenten geschickt werden; ebenso Bilder von der Veranstaltung.