Sonntag, 29. Juni 2014

Fußball ist europäisch

Die WM hat uns einen Monat lang im Griff. Eine gute Gelegenheit, die Völkerwanderung der Fußballstars zu untersuchen.

Nach meinen Beobachtungen ist eine heutige WM nicht mehr das, was sie einmal war. Ich erinnere mich an Spiele, die ich in meiner Jugend über unsere damalige Neuerwerbung, einen Schwarz-Weiß-Fernseher, angeschaut habe. Wenn dort die Brasilianer mit einem Didi, Vavá und Pele aufgetreten sind, war das Fußball wie von einem anderen Stern, einfach brasilianisch.

Da aber heute Fußball hauptsächlich in Europa stattfindet, gibt es auch weniger Unterschiede in der Spielweise. Vielleicht etwas mehr Leidenschaft bei den südamerikanischen Teams, mehr Nationalstolz. Aber durch die Vereinheitlichung der Ausbildung verschwinden die Unterschiede mehr und mehr.

Wenn zum Beispiel Russland gegen Belgien spielt, spielt dann wirklich Russland gegen Belgien? Bei den Russen kommen die Spieler zu 100% aus der russischen Liga, bei den Belgiern gerade einmal zwei. Je nach Aufstellung auch gar keiner.

Nur die Nordamerikaner stellen die Spieler aus dem eigenen Kontinent. Spieler aller anderen Kontinente lassen ihre Top-Talente als Legionäre in Europa spielen. Nur ein Viertel der Südamerikaner und nur ein Achtel der Afrikaner spielt im eigenen Land.

Teams
Kader
Spieler
spielen in
Kontinent
Aus dem
eigenen Land
13
299
566
Europa
332%
3
69
49
Asien
71%
2
46
47
Nordamerika
102%
5
115
28
Südamerika
24%
3
69
25
Mittelamerika
36%
5
115
14
Afrika
12%
1
23
7
Australien
30%
An der WM nehmen 32 Länder teil aber deren Spieler spielen in insgesamt 52 Ländern. Die Spitzenreiter sind
Land
Spieler
ENG
117
I
81
D
77
ES
69
F
45
RUS
34
TR
26
MEX
26
P
23
NL
22
USA
18
JAP
15
IRAN
15
GR
13
CH
12
BRA
11
B
11
HON
10
CRA
10

Die Türkei ist jenes Land, das mit 26 Spielern die meisten Spieler stellt ohne selbst bei der WM dabei zu sein. In Österreich spielen zwei Spieler (Anel Hadzic und James Holland).

Wenn ein Land eine gute (oder besser, eine gut zahlende Liga) hat, ist es nicht notwendig, dass die Spieler auswandern. Solche Ligen gibt es in England, Russland und Italien, dann kommt Deutschland. Fußballgroßnation Brasilien stellt nur vier Spieler aus der eigenen Liga.
Land
Spieler aus der eigenen Liga
RUS
23
ENG
22
I
20
D
16
ES
15
IRAN
15
MEX
15
JAP
11
NL
11
HON
10
GR
9
CRA
9
USA
9
F
8
P
8
AUS
7
CH
7
CORS
6
ECU
5
BRA
4
NIG
4
ARG
3
COL
3
CHI
2
CR
2
CAM
2
B
2
ALG
2
URU
1
BIH
1
CIVR
1
GHA
1

Welche Vereine stellen die meisten Spieler?

Spieler
Land
Verein
14
D
Bayern München
14
ENG
Manchester United
13
ES
FC Barcelona
13
ES
Real Madrid
13
ENG
FC Chelsea
12
I
Juventus Turin
11
I
SSC Neapel
10
ENG
FC Liverpool
10
ENG
Manchester City
10
ENG
FC Arsenal
10
F
Paris St. Germain

Unter den Vereinen mit mehr als 9 Spielern ist kein einziger Nicht-Europäischer Verein vertreten. Der erste nicht-europäische Verein ist Esteghlal/IRAN mit 5 Spielern.

Quelle

Mittwoch, 11. Juni 2014

Die grüne Hölle

Der Arbeitstitel "Die grüne Hölle" war die Grundlage zur Konzeption des neuen Rapid-Stadions. Im Bild der Blick von der Deutschordensstraße. Ganz hinten links der Haupteingang. Im Vordergrund, leuchtend grün, einer der vier Scheinferfermasten, der als Erinnerung an das alte Stadion erhalten bleiben wird.

Praktisch niemand hat das Stadionkonzept vorher gesehen. Wir, die Mitglieder, waren die ersten. Vor 2000 Rapid-Mitgliedern zelebrierte Andy-Marek eine "Messe in Grün-Weiß", eine Art "Hochamt", bei dem am Altar alle Generationen der grün-weißen Familie vertreten waren. Die Mannschaft, stellvertretend für die Jugendmannschaft die U13, das Präsidium und die Trainer sowie die Legenden, allen voran Alfred Körner bis zu Helge Payer und Stefan Kulovits.

Markantes Detail im neuen Stadion: der Eingang durch ein riesiges Rapid-Wappen. Rechts vom Rapid-Wappen geht es zu neuen "West" mit einem großen Fanbereich im Erdgeschoß, der das bisherige Rapid-Dorf ersetzt. Bei Rapid werden sogar die Himmelsrichtungen umbenannt. Die neue "West" liegt nämlich im Süden.

Das Rapid-Wappen ist der Eingang zu allen Clubräumen und zum Rapideum.

Rapid erlebt derzeit eine Aufbruchsstimmung. Zu dynamisch waren die Präsentationen von Michael Krammer, Harry Gartler und dem Architekten des "Allianz-Stadion", als dass jemand im staunenden Auditorium an der Vorstellung etwas zu kritisieren gefunden hätte. In der Stadthalle waren mit 2000 Mitgliedern mehr Zuschauer als bei so mancher Meisterfeier, wie einer der Redner bemerkte.

Bereits jetzt, noch lange vor dem neuen Stadion, verzeichnet Rapid bereits insgesamt mehr als 9000 Mitglieder. Rapid startet unter der neuen Präsidentschaft so richtig durch. So etwa, wird sich das neue Stadion präsentieren und bereits ab heuer und bis 1926 werden die Allianz-Gelder für den Namen "Allianz-Stadion" fließen.


Das folgende Bild zeigt die Anordnung von Rapideum, Fanshop und Fancorner. Man beachte die "Kapelle" etwa in der Mitte des Bildes. Ab sofort werden Anmeldungen für Trauungen im Stadion entgegen genommen.

Hier viele weitere Bilder von der Veranstaltung in der Stadthalle.
https://picasaweb.google.com/103374753388611853315/20140610AllianzStadion02?noredirect=1

2015 wird Hofer gemeinsam mit Michael Krammer ein neues Mobilfunkangebot, das vielleicht auch zu einem Anbieter für Rapid-Mitglieder und damit auch Rapid-Sponsor werden wird. Der voraussichtliche Name: "Hot". Gefunkt wird über T-Mobile. Im Gespräch sind Kampfpreise für Prepaid-Kunden. Ob man die bestehende Rufnummer mitnehmen wird können, ist noch unklar.